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in Kooperation mit:

David Sheldrick Wildlife Trust
David Sheldrick Wildlife Trust

WALDELEFANT

(Loxodonta cyclotis)

Der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist eine eigenständige Elefantenart, wurde aber traditionell als Unterart des afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) gesehen. Der Status des Waldelefanten als eigene Art war lange umstritten und wird auch heute noch gelegentlich angezweifelt. Waldelefanten sind mit bis zu 2,40 m Schulterhöhe deutlich kleiner als seine Verwandten aus der Savanne. Ihr verstecktes Leben hat dazu beigetragen, dass die afrikanischen Waldelefanten zu den letzten unerforschten Tieren dieses Kontinents gehören - kaum jemand hat sie bisher in freier Natur beobachten können. Ihre wichtige Rolle im Ökosystem des Dschungels ist aber bekannt: Als wahre Landschaftsarchitekten sind sie für die Erneuerung und Wiederaufforstung des Waldes unverzichtbar (s.u.). Ihr Appetit auf täglich über hundert Kilogramm Pflanzennahrung schafft Brachen und damit Platz für junge Keimlinge, das nötige Pflanzensaatgut haben sie - dank ihrer schlechten Verdauung - auch immer dabei.

Unterschied zum Steppenelefant (Loxodonta africana)

  • Der Waldelefant ist wesentlich kleiner als der Steppenelefant.
  • Auffälliges Unterscheidungsmerkmal der beiden Arten ist ferner die Form ihrer Stosszähne: Der Steppenelefant weist recht dicke und stark gebogene Stosszähne auf, welche am Rüssel vorbei nach vorn außen gehen. Der Waldelefant besitzt hingegen auffallend dünne, fast parallele und neben dem Rüssel nach unten zur Erde zeigende Stosszähne. Bei älteren Waldelefanten-Bullen können die Stosszähne unter Umständen den Boden berühren; die Stosszähne der Waldelefanten-Kühe sind schlanker gebaut und wesentlich kürzer.
  • darüber hinaus hat der Waldelefant im Vergleich zum Steppenelefanten relativ kleine, rundliche Ohren, deren obere Ränder sich niemals berühren. Die Ohren des Steppenelefanten werden größer, sind dreieckig geformt und weisen nach unten eine Spitze auf.

Allerdings sind die beiden Elefantentypen nur dann so gut unterscheidbar, wenn man quasi einen Waldelefanten von der Westküste neben einen Steppenelefanten von der Ostküste stellt. Wo im zentralen Afrika die Verbreitungsgebiete der beiden Elefantenunterarten zusammenkommen, gibt es alle Übergänge zwischen ihnen, da sich die Tiere - unbekümmert um ihre Rassenzugehörigkeit - miteinander kreuzen.

Verbreitung und Biologie

  • Verbreitung: Westafrika und Kongobecken, u.a. in Zaire, Kamerun oder der zentralafrikanischen Republik
  • Lebensraum: Regenwälder Westafrikas und des Kongobeckens
  • Lebensweise: in stabilen Familiengruppen von zwei oder drei Weibchen und deren Nachwuchs bzw. losen Junggesellentrupps und als einzelgängerische Männchen 
  • Körpergröße der Weibchen etwa 2,10 m bei einem Gewicht von ca. 2000 kg, Bullen bis 2,80 m groß und bis zu 4000 kg schwer
  • Ernährung: Die Regenwälder Afrikas gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Erde. Über 8000 Samenpflanzen sind bekannt. Dort findet der Waldelefant ein reichhaltiges Angebot an Futterpflanzen, von denen etwa 150 Arten auf seinem Futterplan stehen. Der Waldelefant ernährt sich zu fast 100% von Blättern, Zweigen, Rinden und Früchten.
Der Waldelefant ist im Dschungel Zentralafrikas beheimatet