Tiernotrettung

Die AGA stellt bei Bedarf,  z.B. wenn Naturkatastrophen, Beschlagnahmungen von illegal gefangenen und gehandelten Tieren und ähnlich akute Fälle, das Überleben bedrohter Arten gefährden, Soforthilfe zur Tiernotrettung zur Verfügung. In solchen Fällen ist die schnelle, unkomplizierte Bereitstellung finanzieller Hilfe besonders wichtig.

Aktuelle Rettungsaktionen

12. August 2021

Waldbrände in Griechenland - Rettungseinsätze für Tiere in Not

Schwere Waldbrände lodern in Griechenland. Weite Landstriche auf dem Festland und mehreren Inseln wurden von Feuern zerstört. Die Zustände vor Ort sind dramatisch, Tausende Tiere sind gestorben und die Zahl der verletzten, hilfsbedürftigen Tiere ist immens. Unzählige Wildtiere sind betroffen, aber auch Haus- und Nutztiere. Ihre Besitzer haben meist alles verloren. Die AGA unterstützt lokale Partner in den betroffenen Gebieten und hilft, die durch die Brände verletzten Tiere zu retten, zu pflegen und unterzubringen.

So können wir helfen:

- In den Waldbrandgebieten in der Nähe von Athen unterstützen wir die Tierretter mit Medikamenten, Verbandsmaterial und allem weiteren, was für die Erstversorgung gebraucht wird. Auch die weitere Pflege und Unterbringung der Tiere wird unterstützt.

- Auf der Insel Euböa unterstützen wir die Tierschützer auf ihren Rettungseinsätzen, um verletzte Tiere zu retten und Erste-Hilfe zu leisten. Eine Notfall-Tierklinik wird errichtet, um die verletzten Tiere behandeln zu können. Natürlich wird auch hier die weitere Pflege und Unterbringung der Tiere unterstützt.
 
Noch ist nicht vollständig abzusehen, wie sich die Situation in den Waldbrandgebieten entwickeln wird. Unsere Kollegen vor Ort passen ihre Arbeit stetig an, um so viele verletzte Tiere wie möglich zu retten und zu versorgen.

Bitte unterstützen Sie diese dringende Rettungsaktion mit einer Spende.

12.  Februar 2020

Update +++ Koala-Retter unermüdlich im Einsatz

Die verheerenden Buschfeuer in Australien sind noch nicht alle gelöscht und wir unterstützen ehrenamtliche Wildtierpfleger bei der Rettung von Koalas und weiterer Wildtiere. Sie leisten Erste-Hilfe, versorgen die zumeist schweren Brandverletzungen und pflegen bereits seit vielen Wochen verletzte Tiere, die ohne ihre Fürsorge nicht überlebt hätten.

Unsere Kollegen finden weiterhin verletzte Koalas und Kängurus. In den ersten Tagen nach den Feuern sind es vor allem Koalas, die von den Wildtierpflegern gerettet werden können. Koalas sind leichter einzufangen, denn sie sind verhältnismäßig langsam. Kängurus und Wallabys dagegen sind auch im verletzten Zustand noch sehr schnell und so können sie erst eingefangen und versorgt werden, wenn sie zu erschöpft sind, um weiter zu flüchten.

Viele Tiere haben mehrere Wochen in den verbrannten Gebieten zugebracht und zu ihrer Versorgung wurden Futter- und Wasserstellen eingerichtet. Doch manche Wunden haben sich entzündet und die Tiere sind nun so geschwächt, dass sie eingefangen und versorgt werden können.

Zudem werden bei Bedarf Futterstellen für die überlebenden Wildtiere in abgebrannten Gebieten eingerichtet, damit diese ausreichend Nahrung finden.

09. November 2019

+++ Nothilfe für bei Buschfeuern verletzte Koalas


Schwere Buschbrände lodern zur Zeit im australischen Bundesstaat New South Wales. Weite Landstriche wurden von Feuern zerstört. Die Zustände vor Ort sind dramatisch, viele Tiere sind bereits gestorben und die Zahl der verletzten, hilfsbedürftigen Tiere steigt ständig weiter. Zu diesen zählen auch Koalas, die zu den vom Aussterben bedrohten Arten Australiens gehören. Die AGA setzt sich für den Schutz dieser Beuteltiere ein und hilft, die durch die Brände verletzten Tiere zu retten.

Oft leiden die Tiere unter Rauchvergiftungen und müssen mit Sauerstoff versorgt werden. Hinzu kommen Verbrennungen, die behandelt werden müssen. So versuchen beispielsweise Koalas auf verbrannte, noch heiße Baumstämme zu klettern und ziehen sich dabei schlimme Brandwunden an Pfoten und Schnauzen zu.

Die AGA unterstützt zusammen mit ihrer australischen Partnerorganisation Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) ein Netzwerk von ehrenamtlichen Wildtierpflegern und Tierärzten, die Wildtiere kostenlos behandeln. Für die Notversorgung und die weitere z.T. intensive Pflege der Tiere, die einige Wochen in Anspruch nehmen wird, sind die Helfer auf Unterstützung angewiesen.

Strahlenschildkröten auf Madagaskar

Insgesamt sind aktuell (Stand Januar 2020) etwa 25.000 beschlagnahmte Strahlenschildkröten, die Tortur der Wilderei überlebt, in Tierauffangstationen auf Madagaskar untergebracht. Die Stationen konnte auch dank der Unterstützung durch die AGA umgebaut werden, um eine solch große Zahl an Tieren aufzunehmen. Die neue Futterküche und eine kleine Klinik ermöglichen es den Helfern vor Ort, die vielen Tiere artgerecht zu versorgen. Die Zeit der benötigten Pflege wird auch genutzt, um gemeinsam mit den Behörden natürliche Lebensräume zu suchen, die genügend Schutz, Raum und Nahrung für die Wiederauswilderung der Schildkröten bieten.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die geretteten Schildkröten bis zur Auswilderung mit Futter und Medikamenten zu versorgen.

30. Oktober 2018

Erneute Schildkrötenrettung auf Madagaskar

Nachdem vor gerade mal 6 Monaten mehr als 10.000 Strahlenschildkröten beschlagnahmt worden waren, haben die Behörden auf Madagaskar am 24. Oktober erneut Tausende Schildkröten aus den Fängen von Wilderern gerettet. Die nun beschlagnahmten 7.347 (!) Strahlenschildkröten müssen jetzt dringend versorgt.

13. April 2018

10.000 Schildkröten brauchen dringend Hilfe

Auf Madagaskar wurden am 10. April fast 11.000 (!) Strahlenschildkröten beschlagnahmt. Diese unglaublich hohe Anzahl an Tieren muss jetzt versorgt werden. 

Die AGA hat umgehend erste Mittel zur Notversorgung der Tiere bereit gestellt und ist in enger Abstimmung mit der Organisation vor Ort, der Turtle Survival Alliance (TSA), um die weitere Unterbringung und Versorgung der Schildkröten zu unterstützen. Einige hundert Tiere sind bereits an Unterernährung, Krankheiten und Flüssigkeitsmangel verendet. Weiteren Schildkröten droht ein ähnliches Schicksal, wenn nicht schnell genug geholfen werden kann.

Weitere Beispiele abgeschlossener Rettungsaktionen

21. Oktober 2015

Erneute Schildkrötenrettung auf Palawan

Auf der philippinischen Insel ‪Palawan‬ wurde erneut eine große Anzahl an Schildkröten beschlagnahmt. Die Umweltbehörden konnten 979 (!) ‪Süßwasserschildkröten‬ aus den Fängen der Wildtierschmuggler retten. Die Tiere waren wohl für den Schwarzmarkt in China bestimmt gewesen.

Dieser Aufgriff folgt der dramatischen Rettung von mehr als 4.000 Süßwasserschildkröten im Juni diesen Jahres. Die AGA hat diese Rettungsaktion unterstützt und die medizinische Notversorgung bis hin zur Wiederauswilderung mit ermöglicht. Auch in diesem Fall haben wir bereits Kontakt aufgenommen und natürlich Hilfe angeboten.

Palawan-Waldschildkröte

Auf den Philippinen wurden am 17. Juni 2015 mehr als 4.300 Palawan-Waldschildkröten (Siebenrockiella leytensis) von den zuständigen Behörden beschlagnahmt. Die Süßwasserschildkröte kommt nur auf der im Westen der Philippinen gelegenen Insel Palawan vor und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN bereits als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Der Gesamtbestand der Palawan-Waldschildkröte in freier Wildbahn wurde auf gerade noch 5.000 Exemplare geschätzt! Bedroht war die Schildkröte bereits durch den illegalen Handel und auch die nun aufgegriffenen Tiere waren für den TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Markt in China bestimmt. 

Die AGA hat umgehend und unbürokratisch 4.000 Euro als Soforthilfe bereitgestellt, um die Schildkröten zuallererst medizinisch zu versorgen, artgerecht unterzubringen und auf eine spätere Wiederauswilderung vorzubereiten. So konnte beispielsweise auch dank der bereitgestellten Soforthilfe der AGA, eine alte, ungenutzte Krokodil-Anlage des „Palawan Wildlife Rescue Center“ wieder in Stand gesetzt werden, um die Schildkröten versorgen zu können.

Dank dem engagierten Einsatz von Tierärzten, Schildkrötenexperten und Studenten aus der ganzen Welt, die kurzfristig zu Hilfe eilten, konnten Tausende Schildkröten in den letzten Wochen begutachtet und medizinisch versorgt werden. Nach einigen Tagen konnten die ersten etwa 2000 Tiere von den engagierten Helfern ausgewildert werden. In den darauf folgenden Wochen wurden nun fast alle weiteren Schildkröten ausgewildert, sobald es ihr Gesundheitszustand zugelassen hat.

Etwa 50 Palawan-Waldschildkröten sind noch in der Station verblieben. Sie können in absehbarer Zeit noch nicht ausgewildert werden. Für mehr als 650 Schildkröten kam bedauerlicherweise jede Hilfe zu spät. Die ausgewilderten Tiere werden nun weiter beobachtet und überwacht, um sicherzustellen, dass die Tiere sich in der Wildnis wieder einleben. Nur so kann das Überleben der Palawan-Waldschildkröte gewährleistet werden.

Helmkasuar

Im Februar 2011 verwüstete der Zyklon Yasi die Nordostküste Australiens und zerstörte dabei auch den Regenwald der bedrohten Helmkasuare. Der Wegfall ihrer natürlichen Futterquellen führte immer mehr Kasuare auf der Suche nach Futter in die Siedlungen. Die Anzahl der Todesfälle im Straßenverkehr und durch Angriffe von Hunden ist nach Zyklon Yasi dramatisch angestiegen.

In Zusammenarbeit mit ihrer australischen Partnerorganisation Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) setzte sich die AGA zum Schutz der Helmkasuare nach Zyklon Yasi in der am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Mission Beach ein. Als Nothilfe wurden im Regenwald Futterstationen aufgestellt, um die Kasuare in ihrem natürlichen Lebensraum zu halten. Diese erfolgreiche Maßnahme konnte nach mehreren Monaten reduziert werden, da sich der Regenwald teilweise wieder erholt hat.

Auch langfristig setzt sich die AGA für Baumpflanzaktionen ein, um den Lebensraum der Helmkasuare wieder aufzuforsten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Koala

Bei den verheerenden Buschfeuern im Frühjahr 2009 in Australien fielen mehr als 300.000 Hektar Wald den Flammen in der Umgebung von Melbourne zum Opfer.  Lokale Natur- und Tierschutzorganisationen gehen davon aus, dass allein bei dieser Brandkatastrophe mehr als 1 Million Wildtiere getötet wurden.

Die AGA unterstützte die ehrenamtlichen Wildtierpfleger mit dringend benötigtem Verbandsmaterial, Salben und Medikamenten, um die überlebenden Wildtiere, die zum Großteil schwer verletzt waren, versorgen zu können.

Diesen Buschfeuern fielen so große Waldflächen den Flammen zum Opfer, dass die Tiere, die die Feuer in der Wildnis überlebt haben sowie die Tiere, die nach der Pflege wieder ausgewildert werden sollten, keinen geeigneten Lebensraum vorfanden. Die AGA beteiligte sich an den großangelegten Pflanzaktionen und unterstützte freiwillige Helfer mit Baumsetzlingen.

In Zusammenarbeit mit der Foundation for National Parks & Wildlife unterstützt die AGA auch weiterhin die Durchführung von Baumpflanzaktionen, die den Lebensraum der Tiere wieder aufforsten und grüne Korridore zwischen isolierten Gebieten bilden. Weitere Informationen finden Sie hier

Wale

Wale stehen heutzutage vor vielen Gefahren: sie landen als ungewollter Beifang in den Netzen der Fischereiindustrie und immer häufiger werden gestrandete Wale an der Küste gefunden. Nur wenn die Wale aus den Netzen befreit werden, bevor sie sich schwere Verletzungen, beispielsweise an den Flossen zuziehen, haben die charismatischen Meeressäuger eine Chance zu überleben.

Die Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) hatte die AGA um Unterstützung gebeten, um Rettungsteams mit der dringend benötigten Ausrüstung versorgen zu können. Neben Booten, speziellen Messern und Schutzausrüstung für die Helfer gehören auch Telemetrie-Bojen zur Rettungsausrüstung, denn nicht immer sind die Umstände auf offener See geeignet, dass die Helfer die Wale aus den Netzen schneiden können.

Mittlerweile konnten die Rettungsteams mit Unterstützung der AGA bestens ausgestattet werden, so dass dieses Projekt vorerst erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Bei Bedarf wird die AGA die Unterstützung des Projektes zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.



Bilder © GAWF







Bilder © FNPW





Bilder © TSA





Bilder © Katala Foundation

Bilder © Liz Gallie

Bilder © FNPW

Bilder © FNPW