Tiernotrettung

Die AGA stellt bei Bedarf,  z.B. wenn Naturkatastrophen, Beschlagnahmungen von illegal gefangenen und gehandelten Tieren und ähnlich akute Fälle, das Überleben bedrohter Arten gefährden, Soforthilfe zur Tiernotrettung zur Verfügung. In solchen Fällen ist die schnelle, unkomplizierte Bereitstellung finanzieller Hilfe besonders wichtig.

Aktuelle Rettungsaktionen

22. Mai 2018

Update +++ Tausende Schildkröten brauchen weiterhin unsere Hilfe

Wie bereits berichtet, wurden im April fast 11.000 illegal eingesammelte  Strahlenschildkröten  auf Madagaskar beschlagnahmt. Nach der Erstversorgung aller Schildkröten und der Erfassung des Gesundheitszustandes, müssen etwa 400 Schildkröten auch weiterhin medizinisch versorgt werden. Das ist ein erfreulich kleiner Anteil gemessen an der großen Zahl beschlagnahmter Schildkröten, aber hunderte Tiere medizinisch zu versorgen bleibt eine Mammutaufgabe.

Alle Tiere müssen sich erholen und wieder zu Kräften kommen. Hunderte Pfund Futter werden täglich benötigt, um die knapp 10.000 überlebenden Schildkröten zu versorgen. Neue Gehege werden gebaut, in denen sie artgerecht und sicher untergebracht werden können.

Ziel ist es, sie später wieder auszuwildern, aber bis es so weit ist, werden einige Monate vergehen. Die Auswilderung einer so großen Anzahl von Tieren muss gut geplant werden. Die Schildkröten müssen auf unterschiedliche Gebiete verteilt werden, Geschlecht und Alter der Tiere spielen beispielsweise eine Rolle und natürlich muss verhindert werden, dass sie dann erneut von Wilderern eingesammelt werden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, diese Rettungsaktion mit einem Happy End für die Schildkröten ausgehen zu lassen.

08. Mai 2018

Update +++ 10.000 Schildkröten brauchen dringend Hilfe

Weitere Tierärzte und Helfer sind auf Madagaskar eingetroffen - im Gepäck hatten sie fast 500 kg Medikamente und weitere Hilfsgüter, um die beschlagnahmten Strahlenschildkröten zu versorgen. Ihr Einsatz wird über mehrere Monate nötig sein. Um die Versorgung von rund 10.000 Schildkröten zu bewältigen, wurden die Tiere farblich markiert, um ihren Versorgungszustand kenntlich zu machen. 

Neben der Bereitstellung von Medikamenten, Nahrung und Wasser steht aktuell der Bau von Schattenplätzen und Gehegen im Fokus. Experten sind hierzu vor Ort, um eine artgerechte und sichere Unterbringung für die nächsten Monate aufzubauen, bis die Tiere wieder ausgewildert werden können. 

Bitte helfen Sie mit einer Spende - diese Schildkröten brauchen dringend unsere Hilfe! 

20. April 2018

Update +++ 10.000 Schildkröten brauchen dringend Hilfe

Tierärzte und Helfer der Turtle Survival Alliance, unterstützt von der AGA, kümmern sich seit einer Woche liebevoll um die von Unterernährung, Krankheiten und Flüssigkeitsmangel gebeutelten Strahlenschildkröten, die auf Madagaskar beschlagnahmt wurden. Die knapp 10.000 Tiere wurden nun alle erstversorgt.Unermüdlich sind die Helfer im Einsatz, um die Schildkröten zu behandeln und den Gesundheitszustand zu erfassen - besonders dringend war es, den Tieren Futter und Wasser zu geben und bei Bedarf auch Medikamente.

Bitte helfen Sie mit einer Spende - diese Schildkröten brauchen dringend unsere Hilfe! 

13. April 2018

10.000 Schildkröten brauchen dringend Hilfe

Auf Madagascar wurden am 10. April fast 11.000 (!) Strahlenschildkröten beschlagnahmt. Diese unglaublich hohe Anzahl an Tieren muss jetzt versorgt werden. 

Die AGA hat umgehend erste Mittel zur Notversorgung der Tiere bereit gestellt und ist in enger Abstimmung mit der Organisation vor Ort, der Turtle Survival Alliance (TSA), um die weitere Unterbringung und Versorgung der Schildkröten zu unterstützen. Einige hundert Tiere sind bereits an Unterernährung, Krankheiten und Flüssigkeitsmangel verendet. Weiteren Schildkröten droht ein ähnliches Schicksal, wenn nicht schnell genug geholfen werden kann.

Bitte helfen Sie mit einer Spende (Stichwort: Nothilfe Strahlenschildkröten) - diese Schildkröten brauchen dringend unsere Hilfe! 

Weitere Beispiele abgeschlossener Rettungsaktionen

21. Oktober 2015

Erneute Schildkrötenrettung auf Palawan

Auf der philippinischen Insel ‪Palawan‬ wurde erneut eine große Anzahl an Schildkröten beschlagnahmt. Die Umweltbehörden konnten 979 (!) ‪Süßwasserschildkröten‬ aus den Fängen der Wildtierschmuggler retten. Die Tiere waren wohl für den Schwarzmarkt in China bestimmt gewesen.

Dieser Aufgriff folgt der dramatischen Rettung von mehr als 4.000 Süßwasserschildkröten im Juni diesen Jahres. Die AGA hat diese Rettungsaktion unterstützt und die medizinische Notversorgung bis hin zur Wiederauswilderung mit ermöglicht. Auch in diesem Fall haben wir bereits Kontakt aufgenommen und natürlich Hilfe angeboten.

Palawan-Waldschildkröte

Auf den Philippinen wurden am 17. Juni 2015 mehr als 4.300 Palawan-Waldschildkröten (Siebenrockiella leytensis) von den zuständigen Behörden beschlagnahmt. Die Süßwasserschildkröte kommt nur auf der im Westen der Philippinen gelegenen Insel Palawan vor und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN bereits als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Der Gesamtbestand der Palawan-Waldschildkröte in freier Wildbahn wurde auf gerade noch 5.000 Exemplare geschätzt! Bedroht war die Schildkröte bereits durch den illegalen Handel und auch die nun aufgegriffenen Tiere waren für den TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Markt in China bestimmt. 

Die AGA hat umgehend und unbürokratisch 4.000 Euro als Soforthilfe bereitgestellt, um die Schildkröten zuallererst medizinisch zu versorgen, artgerecht unterzubringen und auf eine spätere Wiederauswilderung vorzubereiten. So konnte beispielsweise auch dank der bereitgestellten Soforthilfe der AGA, eine alte, ungenutzte Krokodil-Anlage des „Palawan Wildlife Rescue Center“ wieder in Stand gesetzt werden, um die Schildkröten versorgen zu können.

Dank dem engagierten Einsatz von Tierärzten, Schildkrötenexperten und Studenten aus der ganzen Welt, die kurzfristig zu Hilfe eilten, konnten Tausende Schildkröten in den letzten Wochen begutachtet und medizinisch versorgt werden. Nach einigen Tagen konnten die ersten etwa 2000 Tiere von den engagierten Helfern ausgewildert werden. In den darauf folgenden Wochen wurden nun fast alle weiteren Schildkröten ausgewildert, sobald es ihr Gesundheitszustand zugelassen hat.

Etwa 50 Palawan-Waldschildkröten sind noch in der Station verblieben. Sie können in absehbarer Zeit noch nicht ausgewildert werden. Für mehr als 650 Schildkröten kam bedauerlicherweise jede Hilfe zu spät. Die ausgewilderten Tiere werden nun weiter beobachtet und überwacht, um sicherzustellen, dass die Tiere sich in der Wildnis wieder einleben. Nur so kann das Überleben der Palawan-Waldschildkröte gewährleistet werden.

Helmkasuar

Im Februar 2011 verwüstete der Zyklon Yasi die Nordostküste Australiens und zerstörte dabei auch den Regenwald der bedrohten Helmkasuare. Der Wegfall ihrer natürlichen Futterquellen führte immer mehr Kasuare auf der Suche nach Futter in die Siedlungen. Die Anzahl der Todesfälle im Straßenverkehr und durch Angriffe von Hunden ist nach Zyklon Yasi dramatisch angestiegen.

In Zusammenarbeit mit ihrer australischen Partnerorganisation Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) setzte sich die AGA zum Schutz der Helmkasuare nach Zyklon Yasi in der am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Mission Beach ein. Als Nothilfe wurden im Regenwald Futterstationen aufgestellt, um die Kasuare in ihrem natürlichen Lebensraum zu halten. Diese erfolgreiche Maßnahme konnte nach mehreren Monaten reduziert werden, da sich der Regenwald teilweise wieder erholt hat.

Auch langfristig setzt sich die AGA für Baumpflanzaktionen ein, um den Lebensraum der Helmkasuare wieder aufzuforsten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Koala

Bei den verheerenden Buschfeuern im Frühjahr 2009 in Australien fielen mehr als 300.000 Hektar Wald den Flammen in der Umgebung von Melbourne zum Opfer.  Lokale Natur- und Tierschutzorganisationen gehen davon aus, dass allein bei dieser Brandkatastrophe mehr als 1 Million Wildtiere getötet wurden.

Die AGA unterstützte die ehrenamtlichen Wildtierpfleger mit dringend benötigtem Verbandsmaterial, Salben und Medikamenten, um die überlebenden Wildtiere, die zum Großteil schwer verletzt waren, versorgen zu können.

Diesen Buschfeuern fielen so große Waldflächen den Flammen zum Opfer, dass die Tiere, die die Feuer in der Wildnis überlebt haben sowie die Tiere, die nach der Pflege wieder ausgewildert werden sollten, keinen geeigneten Lebensraum vorfanden. Die AGA beteiligte sich an den großangelegten Pflanzaktionen und unterstützte freiwillige Helfer mit Baumsetzlingen.

In Zusammenarbeit mit der Foundation for National Parks & Wildlife unterstützt die AGA auch weiterhin die Durchführung von Baumpflanzaktionen, die den Lebensraum der Tiere wieder aufforsten und grüne Korridore zwischen isolierten Gebieten bilden. Weitere Informationen finden Sie hier

Wale

Wale stehen heutzutage vor vielen Gefahren: sie landen als ungewollter Beifang in den Netzen der Fischereiindustrie und immer häufiger werden gestrandete Wale an der Küste gefunden. Nur wenn die Wale aus den Netzen befreit werden, bevor sie sich schwere Verletzungen, beispielsweise an den Flossen zuziehen, haben die charismatischen Meeressäuger eine Chance zu überleben.

Die Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) hatte die AGA um Unterstützung gebeten, um Rettungsteams mit der dringend benötigten Ausrüstung versorgen zu können. Neben Booten, speziellen Messern und Schutzausrüstung für die Helfer gehören auch Telemetrie-Bojen zur Rettungsausrüstung, denn nicht immer sind die Umstände auf offener See geeignet, dass die Helfer die Wale aus den Netzen schneiden können.

Mittlerweile konnten die Rettungsteams mit Unterstützung der AGA bestens ausgestattet werden, so dass dieses Projekt vorerst erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Bei Bedarf wird die AGA die Unterstützung des Projektes zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.






Bilder © Turtle Survival Alliance




Bilder © Katala Foundation


Bilder © Liz Gallie

Bilder © FNPW

Bilder © FNPW