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Alle sieben Meeresschildkrötenarten bedroht

Seit über 100 Millionen Jahren durchqueren Meeresschildkröten die Weltmeere. Sie sind perfekt an das Leben im Wasser angepasst. So können Meeresschildkröten beispielsweise den Kopf und die zu Flossen umgewandelten Extremitäten nicht mehr in den Panzer einziehen. Meeresschildkröten sind weltweit verbreitet und sowohl in Küstennähe, als auch auf hoher See anzutreffen. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Meer, aber zur Eiablage müssen die Weibchen an Land kommen, um am Strand ein Nest zu graben, in dem sie ihre Eier ablegen.

Weltweit gibt es noch sieben Meeresschildkrötenarten, die alle vom Aussterben bedroht sind. Sie haben die Dinosaurier überlebt und Kontinentalverschiebungen getrotzt, doch heutzutage stehen sie vor Gefahren, die ihr Überleben ernsthaft in Frage stellen.

Gerade unser Lebensraum ist mit dem der Meeresschildkröten verknüpft, beispielsweise durch einen Strandurlaub, wenn wir Fisch essen oder eine Plastiktüte beim Einkaufen nutzen. Gerade Plastik kann den Meeresbewohnern viel zu oft zum Verhängnis werden, viele von ihnen sterben. Zudem landen Meeresschildkröten als ungewollter Beifang beim Fischen in den Langleinen und Netzen der Fischereiindustrie.

Helfen Sie mit, Meeresschildkröten weiterhin zu bewahren. Die AGA unterstützt verschiedene Projekte zum Schutz der Meeresschildkröten und ihrer Niststrände weltweit. In Deutschland, wie auch in den Projekten weltweit, kommt der Umweltbildung und Aufklärung eine große Bedeutung zu.

  • Niststrände
  • Beifang
  • Plastik
  • Umweltbildung
  • Photo-ID
  • Berichte & Dokus
  • Spenden

Schutz von Niststränden

Die Niststrände sind für die Meeresschildkröten von besonderer Bedeutung, denn die Weibchen kehren zur Eiablage immer an den Strand ihrer eigenen Geburt zurück.

Nach der Eiablage beginnt die Meeresschildkröte damit, das Nest zu schließen. Mit den Hinterflossen schaufelt sie dazu Sand in die Nestöffnung, presst den Sand fest und fängt gleichzeitig an, mit den Vorderflossen losen Sand nach hinten zu werfen. Damit tarnt die Meeresschildkröte das Nest, denn sie bedeckt damit nicht nur sich selbst mit Sand, sondern auch das Nest und die Umgebung.  Anschließend kehrt die Meeresschildkröte zurück ins Meer. Ihre Eier bleiben je nach Art um die 60 Tage im Nest vergraben und werden von der Sonne ausgebrütet.

Wenn die Spuren im Sand verschwunden sind, ist das Nest nicht mehr zu entdecken. Das ist ein wichtiger Schutz vor tierischen Nesträubern, aber leider führt dies dazu, dass Touristen am Strand immer wieder - auch unabsichtlich - Nester zerstören.

So werden Liegestühle, Sonnenschirme und andere Gegenstände schnell zu unüberwindbaren Hindernisse für die Schildkröten und ihren Nachwuchs. Schildkrötenbabys verfangen sich auf ihrem Weg ins Meer immer wieder in leeren Bechern oder Plastiktüten. Der Müll wird nicht nur im Meer, sondern auch am Strand zur Todesfalle für die Reptilien.

Deshalb setzt sich die AGA unteranderem für den Schutz der Niststrände der Meeresschildkröten ein. So werden in verschiedenen Projektregionen Strandsäuberungsaktionen durchgeführt oder z.B. Wildhüter unterstützt, die die Meeresschildkröten und ihre Nester schützen.

Sie können diese wichtige Arbeit beispielsweise durch die Übernahme einer Teilpatenschaft für das Nest einer Meeresschildkröte. Weitere Möglichkeiten, wie Sie die bedrohten Meeresreptilien unterstützen können finden Sie hier.

Die lokale Bevölkerung, aber auch Touristen, werden mittels speziellen Umweltbildungsmaßnahmen über die Bedeutung der Meeresschildkröten und ihrer Niststrände aufgeklärt. Es wird zudem aufgezeigt, wie wir uns die Strände mit den Schildkröten teilen können und welches Verhalten zu ihrem Schutz beiträgt.

Tragen auch Sie mit dem richtigen Verhalten am Niststrand zum Schutz der Meeresschildkröten bei.

  • An einem Niststrand dürfen keine Löcher, beispielsweise für Sandburgen, gegraben und auch keine Sonnenschirme in den Sand gesteckt werden. Dabei könnte sonst ein Nest ausgraben oder mit dem Schirm ein Ei im Nest beschädigt werden. Selbst wenn nur ein Ei beschädigt wird, kann das ganze Nest durch die auslaufende Flüssigkeit vergammeln.
  • Das Befahren des Strandes mit Fahrzeugen, wie beispielsweise Quads, kann den Sand über dem Nest so stark zusammenpressen, dass das Nest beschädigt wird oder sich die kleinen Schildkröten nicht durch die feste Sandschicht graben können.
  • Künstliche Lichtquellen wie Hotelbeleuchtungen und Straßenlaternen irritieren die Meeresschildkrötenweibchen bei ihrem mühsamen Weg zur Eiablage am Strand. Auch die frisch geschlüpften Schildkrötenbabys werden durch die Beleuchtung gefährdet, denn sie orientieren sich in der Natur am Licht (dem Mond, der sich auf der Wasseroberfläche spiegelt), um den Weg ins Meer zu finden. Künstliche Beleuchtung kann sie in die falsche Richtung leiten. Besuchen Sie deshalb nachts keine beleuchten Bars am Strand und bitten Sie Ihr Hotel, ggf. die Beleuchtung in Strandnähe abzuschalten oder abzuschirmen.
  • Auch Menschen, die am Strand einen Spaziergang machen oder eine Party feiern, können die Tiere stören und vertreiben.


Ganz wichtig

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Strandurlaub, ob es sich um einen Niststrand von Meeresschildkröten handelt. Halten Sie am Strand Ausschau nach Hinweistafeln und bitte beachten Sie die dort genannten Verhaltensvorschriften.


Bei einer Begegnung im Meer beachten Sie bitte:

Meeresschildkröten müssen zum Luftholen immer wieder an die Wasseroberfläche auftauchen. Wenn sie auf dem Weg an die Oberfläche erschreckt werden, dann tauchen sie oft verängstigt wieder ab, und haben dann vielleicht nicht mehr genug Luftreserven, um rechtzeitig wieder auftauchen zu können. Deshalb halten Sie bitte beim Tauchen, Schnorcheln, Schwimmen oder einer Bootsausfahrt immer ausreichend Abstand zu Meeresschildkröten, denn diese sind sehr schreckhaft.

Was passiert mit ungewünschtem Beifang der Fischerei?

Jedes Jahr werden Tausende Meeresschildkröten von Fischern "versehentlich" gefangen. Sie geraten in deren Netze oder bleiben an den Angelhaken hängen. Die ohnehin schon vom Aussterben bedrohten Meeresreptilien werden durch diese Verluste weiter gefährdet.

In den meisten Fällen stellen die Meeresschildkröten unerwünschten "Beifang" dar - also Tiere, die durch nicht-selektive Methoden beiläufig mitgefangen werden. Gelegentlich werden sie aber auch als willkommene zusätzliche Beute betrachtet und auf dem Schwarzmarkt verkauft. 

Oft ist die Nachfrage groß, da sie immer noch als Delikatesse gelten, auch wenn der Handel mit Meeresschildkröten in vielen Ländern, wie beispielsweise in Kenia eigentlich verboten ist. Die AGA setzt sich für eine nachhaltige Fischerei und die Reduktion von Beifang ein, um Meeresschildkröten zu schützen.

So hat eine Untersuchung in unserem Meeresschildkröten-Schutzprojekt in Watamu, Kenia, gezeigt, dass Beifang mit neuartigen Baumwollnetzen deutlich reduziert werden kann. So sind diese Netze u.a. im Gegensatz zu den im Wasser nahezu unsichtbaren Nylonnetzen für Schildkröten und andere Meeresbewohner besser sicht- und somit vermeidbar. Bis zu 76% des Beifangs an Meeresschildkröten können dank dieser Netze vermieden werden. Allerdings sind die Baumwollnetze deutlich teurer als Nylonnetze, die teils bereits verboten wurden.

Um zu gewährleisten, dass sich alle Fischer die teureren „schildkrötenfreundlichen“ Netze leisten können, fördert die AGA den Tausch der Netze. Sie sollen preislich für die Fischer erschwinglich werden.

Die Baumwollnetze sind in der Regel mehr als doppelt so teuer wie die illegal genutzten Netze. Dies wollen wir ändern, denn der verstärkte Einsatz der neuen „schildkrötenfreundlichen“ Baumwollnetze wird unzählige Meeresschildkröten davor bewahren, sich in Netzen zu verfangen und viel zu oft auch qualvoll zu verenden. Die Förderung der Baumwollnetze soll zudem mit weiteren Auflagen das umweltgerechte Verhalten der Fischer ausweiten und die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen intensivieren.

Plastikmüll bedroht die Tiere im Meer

Jährlich sterben mehr als eine Million Seevögel und etwa 100.000 weitere Meereslebewesen, darunter auch viele Meeresschildkröten, weil sie im Meer treibenden Müll verschlucken oder sich in ihm verheddern.

Mittlerweile treiben durchschnittlich 13.000 Plastikmüllpartikel auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche! Etwa 80% des Mülls in unseren Weltmeeren stammt aus landseitigen Quellen. Unser Müll kann weite Strecken aus dem Inland zurücklegen und über Winde, Flüsse und Kanäle an die Küsten und ins Meer gelangen.

Etwa ¾ des Mülls im Meer besteht aus Kunststoffen, deren Abbau Jahrhunderte benötigen wird. Werden die Kunststoffe im Meer zersetzt, geben sie giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter an die Umwelt und an Organismen ab. Die Kunststoffe können nicht vollständig zersetzt werden, so dass die pulverartigen Kleinstpartikel wahrscheinlich für immer in unseren Meeren verbleiben werden.

Auch aus Kosmetikprodukten, wie Peelings oder Zahnpasta, gelangt Mikroplastik direkt ins Meer. Sogar die Kunstfasern von Kleidungstücken gelangen über den Waschgang ins Meer. Das ist sehr gefährlich, weil Mikroplastikpartikel die Eigenschaft haben, giftige Schadstoffe, die sich im Meer befinden, an ihrer Oberfläche zu binden. Dadurch können sich die Schadstoffe in der Nahrungskette anreichern und so nicht nur die Tierwelt, sondern über den Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten auch Menschen schädigen.

 

Strandsäuberungsaktionen zum Schutz der Meeresschildkröten

Regelmäßig führen unsere Kollegen von Bahari Hai am Niststrand der Meeresschildkröten in Watamu, Kenia, Strandsäuberungsaktionen durch. Egal ob Kunststofflaschen, Zahnbürsten, Feuerzeuge oder Flip-Flops die vom Meer angespült oder vom Wind an den Strand getragen wurden, sie sammeln alles ein, was ansonsten u.a. auch den Meeresschildkröten zum Verhängnis werden kann. Es ist toll, dass unsere Kollegen dabei immer wieder von den Menschen in Watamu und Umgebung unterstützt werden. Auch Kinder helfen begeistert mit. So kommen mit vereinten Kräften bei einer einzigen Aktion schon mal mehr als 500 kg Müll zusammen. Darunter um die 200 kg Kunststoffflaschen, 30 kg Glasbehälter und teils mehr als 300 kg Flipflops. In diesen Video (bei YouTube) erfahren Sie mehr über die Strandsäuberungsaktionen.

Der gesammelte Müll wird zu EcoWorld, einem Unternehmen, das gegen die Müll-Flut kämpft, gebracht und recycelt. Aus den alten Flipflops werden dann z.B. tolle Kunstwerke geschaffen: bunte, fröhliche Meeresschildkrötenfiguren. Jede Figur ist ein Unikat.

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video über die Strandsäuberungsaktionen

Helfen Sie mit, die Plastikflut im Meer zu reduzieren, denn: Es geht auch anders!

  • Nehmen Sie zum Einkaufen immer eine eigene Tragetasche oder einen Korb mit, die Sie immer wieder verwenden können.
  • Nutzen Sie zudem plastikfreie Verpackungen, wie Papiertüten für Brot, Obst und Gemüse und schauen Sie immer erst, ob eine extra Verpackung überhaupt nötig ist. So können z. B. ein paar Äpfel oder Zwiebeln ja oft auch lose, ohne extra Tüte eingekauft werden.
  • Kaufen Sie Getränke möglichst immer in einer Mehrwegflasche.
  • Verwenden Sie keine Peelings, Duschgels und Zahnpasten, die Kunststoffe (zum Beispiel Polyethylen) enthalten.
  • Werfen Sie Müll nicht achtlos weg, sondern stets in den Mülleimer. Viel zu oft landet der Müll in der Landschaft und wird dann vom Wind fortgetragen und landet in Flüssen und schlussendlich zum Teil auch im Meer.
  • Beteiligen Sie sich an freiwilligen Säuberungsaktionen in Ihrer Region und beispielsweise an Küsten, Stränden und Flussufern.

 

Übrigens: Trinkwasser aus dem Wasserhahn kommt ohne Verpackung aus und muss auch nicht mühsam nach Hause getragen werden. Das Leitungswasser in Deutschland ist in der Regel von hoher Qualität und im Vergleich zu Wasser, das im Laden in (Plastik-) Flaschen angeboten wird, sehr viel kostengünstiger. Mit einem Wassersprudler kann zudem aus Leitungswasser auf einfache Weise kohlensäurehaltiges Wasser hergestellt werden, so dass Leitungswasser für alle Geschmäcker zur Verfügung steht.

 

Bei der AGA die Trinkwasserflasche nachfüllen

Die AGA ist eine von über 4.000 Refill Stationen, die mitgebrachte Getränkeflaschen kostenlos mit Leitungswasser auffüllen. Alle Läden, die bei dieser Aktion zur Vermeidung von Plastikmüll mitmachen, sind durch einen entsprechenden Aufkleber an der Tür gekennzeichnet und auf einer Karte vermerkt. So lassen sich auch unterwegs Plastikflaschen und wertvolle Ressourcen einsparen. Für die Herstellung einer 1l PET Flasche werden etwa 160g Rohöl und 7l Wasser benötigt.

Umweltbildung vor Ort: Bedrohte Arten kennen- und schützen lernen

In der Regel schützen wir nur, was wir kennen. Doch nicht nur in Deutschland sind vielen Kindern heimische Tier- und Pflanzenarten und ökologische Zusammenhänge bereits fremd geworden. Dies gilt oft auch für die Kinder in unseren Projektregionen. Aus diesem Grund setzt sich die AGA in Deutschland und ihren weiteren Projektregionen für verstärkte Umweltbildungsarbeit ein. Schwerpunkt bilden dabei projektbezogene Umweltbildungsprogramme. 

Im Rahmen der Meeresschildkröten-Ausstellung mit Umweltbildungsbegleitprogramm lernen die Kinder ein Artenschutzprojekt der AGA kennen. Es geht um den Schutz der Meeresschildkröten und Agathe, das Schildkröten-Maskottchen, führt die Besucher durch die Ausstellung. So lernen die Kinder die Lebensbedingungen der Tiere kennen. Sie erfahren auch, warum Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht sind und wie jeder einzelne von uns zu ihrem Schutz beitragen kann, direkt beim Urlaub am Niststrand, aber auch zu Hause in Deutschland.

Die Meeresschildkröten-Ausstellung, bestehend aus 10 Banner-Displays, kann bei der AGA z.B. von Schulen, Umweltgruppen und anderen Interessierten ausgeliehen und im Unterricht oder z.B. Aktionstagen eingesetzt werden. Neben einer deutschen Version kann auch eine türkisch-deutsche Version ausgeliehen werden. Hinzu kommen weitere Materialien, die eine Hilfestellung für die Durchführung eines Begleitprogrammes bieten. Der Aktionsleitfaden ermöglicht es auch fachfremden Personen, die die Ausstellung zeigen möchten, ein entsprechendes Umweltbildungsbegleitprogramm, mit beispielsweise Spiele sowie Bastel- und Malaktionen, durchzuführen. Die Meeresschildkröten-Ausstellung der AGA wurde als Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Haben Sie Interesse die Meeresschildkröten-Ausstellung auszuleihen? Dann melden Sie sich bitte bei uns (Telefon: 07150-922210 oder E-Mail: info(at)aga-artenschutz.de). Die Dauer der Buchung wird individuell festgelegt. Die Banner-Displays können vom Entleiher selbst durch ein einfaches Stecksystem auf- und abgebaut werden. Die Ausleihe der Ausstellung ist kostenlos. Lediglich die anfallenden Kosten für den Paket-Versand sind durch den Entleiher zu tragen. Zudem haftet der Entleiher bei Beschädigung der Ausstellung und übernimmt in diesem Fall die Wiederbeschaffungskosten der beschädigten Teile/Banner.

Auch international ist die Meeresschildkröten-Ausstellung der AGA in verschiedenen Projekten im Einsatz – jeweils in einer angepassten Landesversion. Den Anfang hierzu machte eine kenianische Version, die wir im Januar 2016 an unseren Projektpartner in Watamu übergeben konnten. Es folgten Ausstellungen für Projektpartner in Nigeria und Costa Rica sowie eine türkisch-deutsche Version. Auch für unseren Projektpartner auf Sri Lanka konnten wir, dank der Förderung durch den Hand in Hand-Fonds der Deutschen Umwelthilfe e.V. und Rapunzel Naturkost GmbH, eine jeweils angepasste Version unserer Ausstellung auf englisch und singhalesisch erstellen. Seit 2018 ist in Zusammenarbeit mit der Turtle Foundation eine portugiesische Version auf den Kap Verden im Einsatz. Danach folgte eine Ausstellung für die Türkei und 2020 für Mexiko.

Photo-Identifikation – Nicht-invasives Monitoring schützt Meeresschildkröten

Der Watamu-Malindi Marine National Park ist nicht nur eines der wichtigsten Nistgebiete für Meeresschildkröten in Kenia, sondern bietet den Tieren durch seine vielfältigen Habitate wie Korallenriffe, Lagunen, Seegraswiesen und Mangrovenwälder zudem Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf. Vor allem Gebiete wie Mida Creek und Turtle Bay werden von verschiedenen Meeresschildkrötenarten intensiv genutzt.

Um gezielte Schutzmaßnahmen für die bedrohten Meeresreptilien umsetzen zu können, sind zunächst umfassende wissenschaftliche Daten nötig. Allerdings liegen für das gesamte Gebiet bisher hauptsächlich Informationen zu denjenigen Meeresschildkröten vor, die bei der Eiablage an Land registriert wurden und dabei eine Markierung - ein sogenanntes Tag - erhalten haben, oder die als Beifang in einem Fischernetz landeten. Dagegen weiß man zu jungen oder männlichen Tieren sowie Vertretern der Arten, die nicht im Nationalpark nisten, noch kaum etwas. Denn diese kommen nicht an Land und werden im Rahmen des regulären Strand- und Nistmonitorings nicht erfasst.

Um auch zu diesen Meeresschildkröten wichtige Daten zu erhalten, setzen die AGA und das Team von Bahari Hai auf das Monitoring im Wasser mittels Photo-Identifikation (PhotoID) einzelner Tiere. PhotoID ist eine Methode, mit der anhand einzigartiger Merkmale individuelle Tiere identifiziert werden können – wie mit einem Fingerabdruck. Bei Meeresschildkröten ist dieser Fingerabdruck eine einzigartige Kombination aus Größe, Form und Anordnung der seitlichen Muster im Gesicht. Erforderlich sind lediglich seitliche Fotoaufnahmen der Meeresschildkröten. Die Fotos werden in eine Datenbank hochgeladen und ausgewertet. Je mehr Fotos zusammengetragen werden, desto aussagekräftiger sind die Daten.

Diese Daten helfen, ein besseres Verständnis der Meeresschildkröten in Watamu und entlang der kenianischen Küste zu schaffen, Populationsgrößen und -strukturen abzuschätzen, Aufenthaltsorte und Wanderungsbewegungen der Tiere nachzuvollziehen sowie Aussagen zu Nistaktivitäten zu machen. Die Zusammenarbeit mit anderen Projekten und Organisationen sowie Tauchschulen in der Region und entlang der kenianischen Küste trägt dazu bei, ein großes Gebiet abzudecken und ein umfassendes Bild von der Habitatnutzung der Meeresschildkröten zu erhalten. Die gewonnenen Erkenntnisse sind essenziell, um effektive Schutzmaßnahmen der Tiere und ihrer Lebensräume zu entwickeln und umzusetzen.

Die PhotoID bietet einige Vorteile: Es handelt sich um eine nicht-invasive Methode, d.h. ein direkter Kontakt mit den Schildkröten ist nicht nötig. Die Tiere werden somit kaum gestört. Zudem ist die PhotoID einfach und ohne viel Training umzusetzen. Sie eignet sich deshalb auch sehr gut, um sogenannte „Citizen Scientists“, z.B. Touristen oder interessierte Taucher und Schnorchler, zu involvieren, deren Fotos ebenfalls in die Datenbank einfließen können. Um Beteiligte für ein respektvolles und umweltgerechtes Verhalten beim Schnorcheln und Tauchen zu sensibilisieren, unterstützt die AGA ihre Kollegen vor Ort auch bei der Durchführung von Bildungs- und Aufklärungsaktivitäten.

Auch lokale Speerfischer, die geschickte Taucher sind, werden in das Projekt einbezogen. Sie können zudem als „Community Scouts“ die Idee des Projektes in die lokalen Gemeinschaften tragen und das Bewusstsein für den Meeresschildkrötenschutz in den Fischerdörfern stärken. Diese Mitarbeit bietet den Fischern eine wertvolle alternative Einkommensquelle.

Unterstützen auch Sie das PhotoID-Program mit einer Spende. Als Dank für Ihre Unterstützung ab 50 Euro können Sie einer im PhotoID-Program registrierten Meeresschildkröte einen Namen vergeben. Mehr Informationen wie Sie den Schutz der Meeresschildkröten unterstützen können finden Sie hier.

Das PhotoID-Programm wird unterstützt durch den Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart

Hannes Jaenicke - Im Einsatz für Meeresschildkröten

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Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video von Hannes Jaenicke über die AGA
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Hannes Jaenicke in Watamu © Birgit Braun, AGA

Von der Wirksamkeit unserer Arbeit zum Schutz der Meeresschildkröten zeigt sich auch der bekannte Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke begeistert. Zu Dreharbeiten für eine neue Folge seiner preisgekrönten ZDF-Reihe „Im Einsatz für ...” hat er das Meeresschildkröten-Schutzprojekt der AGA im kenianischen Watamu besucht und vor Ort Gespräche mit Fischern sowie dem Kenya Wildlife Service geführt. Interessiert hat sich Hannes Jaenicke die schildkrötenfreundlichen Netze zeigen lassen, die wir im Rahmen unserer erfolgreichen Netztauschaktion verteilt haben.

Hannes Jaenicke über unsere Projektarbeit:

"Ich habe das Meeresschildkröten-Schutzprojekt der AGA in Kenia besucht und konnte mir die fantastische Arbeit vor Ort ansehen.  Der ganzheitliche Projektansatz, der neben den Meeresschildkröten auch die lokale Bevölkerung einbezieht, gibt tatsächlich Grund zum Optimismus.

Bitte unterstützen Sie die AGA - ich tue das seit Jahren mit Begeisterung!"

*Hannes Jaenicke

Die informative Dokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Meeresschildkröten“ wird am 09. Mai 2023 um 22:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt und kann dann auch in der ZDF-Mediathek angeschaut werden.

Schauspielerin Maria Ehrich zu Besuch bei den Meeresschildkröten

Maria Ehrich in Watamu
Maria Ehrich hilft einer Schildkröte

Um einmal aus der „durchgescripteten“ Filmwelt zu entkommen und mehr über sich selbst und das Leben zu lernen, erfüllte sich die  Schauspielerin Maria Ehrich Anfang 2018 einen großen Traum: Gemeinsam mit Manuel Vering, Journalist und Filmemacher, ging sie auf große Reise.

In 'Leaving the Frame' zeigen sie Reportagen über Menschen, die etwas in der Welt bewegen wollen. Sie bereisten 5 Länder, um die Kultur, das Land und die Bewohner kennenzulernen sowie deren Geschichten zu erzählen. Während ihrer Reise durch Kenia haben sie unser Meeresschildkröten-Schutzprojekt in Watamu einige Tage besucht und unsere Kollegen bei der Arbeit begleitet. Sie haben bei der Rettung von Schildkröten geholfen und sind nicht nur von den Meeresreptilien begeistert, sondern auch von der Projektarbeit. 

Die UmweltDruckerei unterstützt den Schutz der Meeresschildkröten

die UmweltDruckerei unterstützt Meeresschildkroeten in Watamu
Dr. Kevin Riemer-Schadendorf von der UmweltDruckerei im kenianischen Malindi-Meeres-Nationalpark. dieUmweltDruckerei unterstützt seit Jahren den Schutz der Meeresschildkröten.

„Seit meinem Aufenthalt im Meeresschildkröten-Schutzprojekt der AGA in Watamu (Kenia) weiß ich um deren Schutzbedürftigkeit.

Um die ökologische Fragilität der Reptilien in Zahlen zu verdeutlichen: Weibliche Meeresschildkröten legen rund 100 Eier, aber nur, wenn der Strand menschenleer, ruhig und dunkel ist. Die Eier und Jungtiere sind anschließend vielen Risiken ausgesetzt: Von der menschlichen Plünderung der Gelege über Vögel und Krabben am Strand bis zu Raubfischen im Meer. Folglich entwickelt sich von gut 1.000 Eiern nur durchschnittlich ein einziges zu einer ausgewachsenen Meeresschildkröte. Es bedarf also durchschnittlich 10 Gelege, damit eine Meeresschildkröte das geschlechtsreife Alter erreicht. Und da diese sich nicht selbst fortpflanzen kann, bedarf es noch einmal 10 Gelege für den entsprechenden Zeugungspartner. Die Geschlechtsreife erreichen die Meeresschildkröten, je nach Art, jedoch erst zwischen 10 und 40 Jahren. Ein langer Zeitraum, in welchem dem Schildkrötenpaar neue Gefahren drohen: Schiffspropeller, Fischereinetze und Plastikabfall.

Jede Meeresschildkröte muss daher geschützt werden, um ihre Art auf Dauer zu erhalten."

Zitat: Dr. Kevin Riemer-Schadendorf von der UmweltDruckerei.

Mehr über die Unterstützung erfahren Sie im Blog der UmweltDruckerei.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, Meeresschildkröten zu schützen!

Mit Ihrer Spende können wir u.a. wichtige Niststrände - die Kinderstuben der Meeresschildkröten - schützen, so dass die kleinen Schildkrötenbabys sicher das Meer erreichen. Zudem helfen Sie uns, nachhaltige Fischereimethoden zu fördern und den Beifang von Meeresschildkröten zu vermeiden.

Mit einer Projektpatenschaft oder einer Patenschaft für eine Meeresschildkröte unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit zum Schutz der Meeresschildkröten mit einer regelmäßigen Spende ab 8 Euro im Monat.

Gerne können Sie mit einer einmaligen Spende von 30 Euro auch eine Patenschaft für ein Nest einer Meeresschildkröte übernehmen oder mit einer einmaligen Spende von 50 Euro einer Meeresschildkröte einen Namen geben.

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