SCHUTZPROJEKT "GIRAFFEN"

Leider kam die Meldung nicht überraschend - der Rückgang der Bestandszahlen von Giraffen in den letzten Jahren ist besorgniserregend. Im Dezember 2016 hat die Weltnaturschutzunion IUCN die Befürchtungen vieler Artenschützer, dass mittlerweile auch Giraffen vom Aussterben bedroht sind, offiziell bestätigt und Giraffen in der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Gefährdet sind diese charismatischen Tiere vor allem durch den Verlust ihres Lebensraumes, Bürgerunruhen und Wilderei. Nun wurden die Kordofan-Giraffe und die Nubische Giraffe sogar als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Von den beiden Unterarten existieren zusammen nur noch weniger als 4.650 Tiere.

Mit unserer Projektarbeit in Namibia, Kenia und im Tschad setzen wir uns auch für den Schutz der Giraffen ein - durch den Erhalt ihres Lebensraumes, Bekämpfung der Wilderei und auch der Versorgung von verletzten oder verwaisten Giraffen. Im Tschad muss das Verbreitungsgebiet der Giraffen erst noch dringend erfoscht werden, um in ein neues Schutzgebiet einzufließen.

In Kenia sind Giraffen leider verstärkt durch Wilderei bedroht. Zur Bekämpfung der Wilderei finanziert die AGA ein 6-köpfiges Wildhüterteam der Partnerorganisation The David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) im Tsavo East Nationalpark, das zusammen mit weiteren Wildhüterteams im Einsatz ist und den Kenya Wildlife Service unterstützt.

Die Wildhüter spüren auf ihren täglichen Patrouillen u.a. Wilderer und deren Verstecke auf und sammeln Schlingfallen ein, in denen sich auch immer wieder Giraffen verfangen. Sie unterstützen zudem Rettungseinsätze, um verletzte Giraffen, die sich in Schlingfallen verfangen oder Schussverletzungen erlitten haben, zu befreien und zu verarzten. 

Verwaiste Giraffenbabys werden bis zur Wiederauswilderung aufgezogen. Zur Zeit befindet sich die Giraffenwaise Kiko in der Obhut unserer Kollegen.

Giraffen in Namibia stehen vor dem Problem, dass ihr Lebensraum stark fragmentiert ist. In Namibia gibt es viele umzäunte Farmgelände, die zum Teil auch innerhalb der Farmen nochmals eingezäunt sind. Somit sind freie Wildtierwanderungen und ein Austausch zwischen Giraffenpopulationen nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Zur Erhaltung des Lebensraums unterstützt die AGA in Namibia die Partnerorganisation Cheetah Conservation Fund (CCF), dessen Hauptaufgabe der Schutz wild lebender Geparde ist. Der CCF setzt sich dabei besonders für den Schutz des Lebensraumes bedrohter Wildtiere allgemein ein, zu denen natürlich auch die Giraffen gehören. In enger Zusammenarbeit mit Conservancies (Hegegebiete mit gemeindebasiertem Naturresourcenmangement) werden Zäune abgebaut und Wildtiere besser von den Dörfern geschützt. Ziel ist es, dass sich Giraffen und andere Wildtiere innerhalb der Hegegebiete wieder frei und sicher bewegen können.

Anhand seiner Modellfarm, auf der u.a. auch eine Giraffenherde lebt, zeigt der CCF, wie Mensch und Tier friedlich miteinander leben können und bietet ein breitgefächertes Umweltbildungsangebot vor Ort oder an z.B. Schulen in ganz Namibia an. 

Wildhüter und Giraffenbaby Kiko

Immer wieder geraten wild lebende Tiere, wie auch viele Giraffe, in illegal ausgelegte Fallen. Mit Ihrer Unterstützung ist es möglich, Giraffen, Elefanten und weitere Wildtiere vor den grausamen Fallen der Wilderer zu bewahren, Rettungsaktionen durchzuführen und die Wilderei wirksam zu bekämpfen. Bitte unterstützen Sie die Wildhüter mit Ihrer Spende!

Das Giraffenbaby Kiko wurde im September 2015 im Alter von etwa einer Woche verwaist aufgefunden und konnte von unseren Kollegen gerettet werden. Kiko wird nun im Elefantenwaisenhaus in Nairobi versorgt, bis er wieder ausgewildert werden kann. Bitte unterstützen Sie uns bei der Aufzucht von Kiko mit einer Spende. Für Ihre Spende ab 25 Euro können Sie zudem unsere schöne Giraffen-Geschenkurkunde erhalten, mit der Sie einem lieben Menschen eine Freude machen können.


Giraffe wird aus einer Falle befreit (Bild 3-4):


Kiko:

Bilder 3-4 © DSWT

Bilder Rest © AGA/Birgit Braun