Artenschutz im Urlaub

Vorsicht beim Souvenirkauf

Mit ihrem Ratgeber zum Souvenirkauf informiert die AGA, auf was Touristen in ihrem Urlaub achten sollen, damit sie nicht das Sterben seltener oder geschützter Tier- und Pflanzenarten durch den Kauf verbotener Souvenirs unterstützen. Auch der wachsende Reiseverkehr und die steigenden Touristenzahlen tragen zum Anstieg des illegalen Handels mit bedrohten Arten bei. Denn wer verreist, möchte in der Regel gerne ein Andenken aus dem Urlaub mitbringen. Doch leider werden aus Unwissenheit häufig Souvenirs in die Heimat eingeführt, die strengen  Handelsverboten oder -beschränkungen unterliegen und zu empfindlichen Strafen und Beschlagnahmungen führen können.  

Allein im Jahr 2015 wurden durch den Zoll mehr als 580.000 geschützte Tiere, Pflanzen oder Produkte aus ihnen sichergestellt. Bei einer großen Anzahl dieser Fälle waren Touristen betroffen, die ein verbotenes Souvenir mitbringen wollten. Der internationale Handel mit Tieren und Pflanzen sowie Produkten aus ihnen, wird durch CITES, auch bekannt als das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, geregelt und ist je nach Einstufung in den Anhängen des Abkommens entweder untersagt oder nur mit entsprechenden Aus- oder Einfuhrgenehmigungen erlaubt. 

Dabei gibt es eine Fülle von unbedenklichen Alternativen, die man als Reiseerinnerung aus dem Urlaub mitbringen kann, wie beispielsweise landestypische kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus Ton und Stein. Auch eine Flasche guten Weins oder ein Kleidungsstück ist eine nette Erinnerung an schöne Ferien. 

Andere Souvenirs dagegen haben im Reisegepäck nichts verloren: So der Panzer von Meeresschildkröten, Schnitzereien aus Elfenbein, ausgestopfte Tiere, Meeresmuscheln oder Korallen. Diese Gegenstände werden immer wieder vom deutschen Zoll beschlagnahmt, da ihre Einfuhr nach Deutschland verboten ist. 

Achten Sie in Ihrem Urlaub auf die richtigen Souvenirs und unterstützen Sie nicht das Sterben seltener oder geschützter Tier- und Pflanzenarten durch den Kauf verbotener Souvenirs. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise mit dem AGA-Ratgeber zum Souvenirkauf, auf was Sie beim Kauf von Souvenirs achten müssen. Der Souvenirratgeber wurde im Dezember 2015 als Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

 

Eine weitere Informationsmöglichkeit bieten die Bundeszollverwaltung und das Bundesamt für Naturschutz: "Artenschutz im Urlaub" kann Ihnen anzeigen, welche geschützten Arten in einem speziellen Urlaubsland oder in bestimmten Erdregionen vorkommen. Sie können sich ein Tier oder eine Pflanze lebend und in allen Verarbeitungsvarianten anschauen und so bei Ihren Urlaubsreisen selbst erkennen, ob Ihnen ein Erzeugnis angeboten wird, das dem Artenschutz unterliegt. 

Bilder © Birgit Braun/AGA