Tiernotrettung

Die AGA stellt bei Bedarf,  z.B. wenn Naturkatastrophen, Beschlagnahmungen von illegal gefangenen und gehandelten Tieren und ähnlich akute Fälle, das Überleben bedrohter Arten gefährden, Soforthilfe zur Tiernotrettung zur Verfügung. In solchen Fällen ist die schnelle, unkomplizierte Bereitstellung finanzieller Hilfe besonders wichtig.

Aktuelle Rettungsaktionen

21. Oktober 2015

Erneute Schildkrötenrettung auf Palawan

Auf der philippinischen Insel ‪Palawan‬ wurde erneut eine große Anzahl an Schildkröten beschlagnahmt. Die Umweltbehörden konnten 979 (!) ‪Süßwasserschildkröten‬ aus den Fängen der Wildtierschmuggler retten. Die Tiere waren wohl für den Schwarzmarkt in China bestimmt gewesen.

Dieser Aufgriff folgt der dramatischen Rettung von mehr als 4.000 Süßwasserschildkröten im Juni diesen Jahres. Die AGA hat diese Rettungsaktion unterstützt und die medizinische Notversorgung bis hin zur Wiederauswilderung mit ermöglicht. Auch in diesem Fall haben wir bereits Kontakt aufgenommen und natürlich Hilfe angeboten.Wer helfen möchte, kann weiterhin unter dem Spendenstichwort "Palawan-Waldschildkröte" für die Rettung der Schildkröten auf Palawan spenden.

Palawan-Waldschildkröte

Auf den Philippinen wurden am 17.Juni 2015 mehr als 4.300 Palawan-Waldschildkröten (Siebenrockiella leytensis) von den zuständigen Behörden beschlagnahmt. Die Süßwasserschildkröte kommt nur auf der im Westen der Philippinen gelegenen Insel Palawan vor und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN bereits als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Der Gesamtbestand der Palawan-Waldschildkröte in freier Wildbahn wurde auf gerade noch 5.000 Exemplare geschätzt! Bedroht war die Schildkröte bereits durch den illegalen Handel und auch die nun aufgegriffenen Tiere waren für den TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Markt in China bestimmt. 

Die AGA hat umgehend und unbürokratisch 4.000 Euro als Soforthilfe bereitgestellt, um die Schildkröten zuallererst medizinisch zu versorgen, artgerecht unterzubringen und auf eine spätere Wiederauswilderung vorzubereiten. So konnte beispielsweise auch dank der bereitgestellten Soforthilfe der AGA, eine alte, ungenutzte Krokodil-Anlage des „Palawan Wildlife Rescue Center“ wieder in Stand gesetzt werden, um die Schildkröten versorgen zu können.

Dank dem engagierten Einsatz von Tierärzten, Schildkrötenexperten und Studenten aus der ganzen Welt, die kurzfristig zu Hilfe eilten, konnten Tausende Schildkröten in den letzten Wochen begutachtet und medizinisch versorgt werden. Nach einigen Tagen konnten die ersten etwa 2000 Tiere von den engagierten Helfern ausgewildert werden. In den darauf folgenden Wochen wurden nun fast alle weiteren Schildkröten ausgewildert, sobald es ihr Gesundheitszustand zugelassen hat.

Etwa 50 Palawan-Waldschildkröten sind noch in der Station verblieben. Sie können in absehbarer Zeit noch nicht ausgewildert werden. Für mehr als 650 Schildkröten kam bedauerlicherweise jede Hilfe zu spät. Die ausgewilderten Tiere werden nun weiter beobachtet und überwacht, um sicherzustellen, dass die Tiere sich in der Wildnis wieder einleben. Nur so kann das Überleben der Palawan-Waldschildkröte gewährleistet werden.

Bitte Unterstützen Sie diese Rettungsaktion! Unter dem Stichwort „Palawan-Waldschildkröte“ können Sie zur weiteren Unterstützung der Versorgung der geretteten Palawan-Waldschildkröten spenden.

 

Weitere Beispiele abgeschlossener Rettungsaktionen

Helmkasuar

Im Februar 2011 verwüstete der Zyklon Yasi die Nordostküste Australiens und zerstörte dabei auch den Regenwald der bedrohten Helmkasuare. Der Wegfall ihrer natürlichen Futterquellen führte immer mehr Kasuare auf der Suche nach Futter in die Siedlungen. Die Anzahl der Todesfälle im Straßenverkehr und durch Angriffe von Hunden ist nach Zyklon Yasi dramatisch angestiegen.

In Zusammenarbeit mit ihrer australischen Partnerorganisation Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) setzte sich die AGA zum Schutz der Helmkasuare nach Zyklon Yasi in der am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Mission Beach ein. Als Nothilfe wurden im Regenwald Futterstationen aufgestellt, um die Kasuare in ihrem natürlichen Lebensraum zu halten. Diese erfolgreiche Maßnahme konnte nach mehreren Monaten reduziert werden, da sich der Regenwald teilweise wieder erholt hat.

Auch langfristig setzt sich die AGA für Baumpflanzaktionen ein, um den Lebensraum der Helmkasuare wieder aufzuforsten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Koala

Bei den verheerenden Buschfeuern im Frühjahr 2009 in Australien fielen mehr als 300.000 Hektar Wald den Flammen in der Umgebung von Melbourne zum Opfer.  Lokale Natur- und Tierschutzorganisationen gehen davon aus, dass allein bei dieser Brandkatastrophe mehr als 1 Million Wildtiere getötet wurden.

Die AGA unterstützte die ehrenamtlichen Wildtierpfleger mit dringend benötigtem Verbandsmaterial, Salben und Medikamenten, um die überlebenden Wildtiere, die zum Großteil schwer verletzt waren, versorgen zu können.

Diesen Buschfeuern fielen so große Waldflächen den Flammen zum Opfer, dass die Tiere, die die Feuer in der Wildnis überlebt haben sowie die Tiere, die nach der Pflege wieder ausgewildert werden sollten, keinen geeigneten Lebensraum vorfanden. Die AGA beteiligte sich an den großangelegten Pflanzaktionen und unterstützte freiwillige Helfer mit Baumsetzlingen.

In Zusammenarbeit mit der Foundation for National Parks & Wildlife unterstützt die AGA auch weiterhin die Durchführung von Baumpflanzaktionen, die den Lebensraum der Tiere wieder aufforsten und grüne Korridore zwischen isolierten Gebieten bilden. Weitere Informationen finden Sie hier

Wale

Wale stehen heutzutage vor vielen Gefahren: sie landen als ungewollter Beifang in den Netzen der Fischereiindustrie und immer häufiger werden gestrandete Wale an der Küste gefunden. Nur wenn die Wale aus den Netzen befreit werden, bevor sie sich schwere Verletzungen, beispielsweise an den Flossen zuziehen, haben die charismatischen Meeressäuger eine Chance zu überleben.

Die Foundation for National Parks & Wildlife (FNPW) hatte die AGA um Unterstützung gebeten, um Rettungsteams mit der dringend benötigten Ausrüstung versorgen zu können. Neben Booten, speziellen Messern und Schutzausrüstung für die Helfer gehören auch Telemetrie-Bojen zur Rettungsausrüstung, denn nicht immer sind die Umstände auf offener See geeignet, dass die Helfer die Wale aus den Netzen schneiden können.

Mittlerweile konnten die Rettungsteams mit Unterstützung der AGA bestens ausgestattet werden, so dass dieses Projekt vorerst erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Bei Bedarf wird die AGA die Unterstützung des Projektes zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 






Bilder © Katala Foundation



Bilder © Liz Gallie

Bilder © FNPW

Bilder © FNPW