SCHUTZPROJEKT "MEERESSCHILDKRÖTE"

Seit über 100 Millionen Jahren durchqueren Meeresschildkröten die Weltmeere. Sie sind perfekt an das Leben im Wasser angepasst. So können Meeresschildkröten beispielsweise den Kopf und die zu Flossen umgewandelten Extremitäten nicht mehr in den Panzer einziehen. Meeresschildkröten sind weltweit verbreitet und sowohl in Küstennähe, als auch auf hoher See anzutreffen. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Meer, aber zur Eiablage müssen die Weibchen an Land kommen, um am Strand ein Nest zu graben, in dem sie ihre Eier ablegen können.

 

Auch wir sind mit dem Lebensraum der Meeresschildkröten verknüpft, beispielsweise durch einen Strandurlaub, wenn wir Fisch essen oder eine Plastiktüte beim Einkaufen nutzen. Leider kann den Meeresbewohnern dies viel zu oft zum Verhängnis werden, viele von ihnen sterben. Aber wenn wir auf sie Acht geben und im Urlaub oder beim Einkauf ihren Schutz berücksichtigen, dann können wir gut miteinander leben.

 

Weltweit gibt es noch sieben Meeresschildkrötenarten, die alle vom Aussterben bedroht sind. Sie haben die Dinosaurier überlebt und Kontinentalverschiebungen getrotzt, doch heutzutage stehen sie vor Gefahren, die ihr Überleben ernsthaft in Frage stellen.

Denn Meeresschildkröten landen als ungewollter Beifang in den Langleinen und Netzen der Fischereiindustrie.

Ihre Niststrände werden durch den Bau von Straßen und großen Hotelkomplexen bedroht und zerstört. Künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen irritieren die Meeresschildkrötenweibchen bei ihrem mühsamen Weg zur Eiablage am Strand. Und die frisch geschlüpften Schildkrötenbabys werden von den Laternen in die falsche Richtung geleitet, weit weg von ihrem Lebensraum, dem Meer. Die Niststrände der Meeresschildkröten sind zudem von besonderer Bedeutung, denn die Weibchen kehren zur Eiablage immer an den Strand ihrer eigenen Geburt zurück.

Auch der zunehmende Plastikmüll in unseren Meeren bedroht das Überleben der faszinierenden Meeresreptilien. Meeresschildkröten können beispielsweise Plastiktüten, die im Meer treiben, mit Quallen verwechseln und sie fressen. Immer häufiger werden tote Meeresschildkröten gefunden, die Plastik gefressen haben und deshalb gestorben sind.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. ging aus der 1981 initiierten "Aktion Rettet die Schildkröten" hervor und setzt sich seitdem kontinuierlich für den Schutz dieser bedrohten Meeresreptilien ein. 

Die AGA unterstützt die Schildkröten-Retter von Watamu in Kenia. So können Meeresschildkröten, die sich als ungewollter Beifang in den Netzen von Fischern verfangen haben, gerettet und wieder frei gelassen werden. Zudem wird der Niststrand in Watamu geschützt, an dem die Echte Karettschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte ihre Eier ablegen. 

Außerdem unterstützt die AGA auf der Insel Kish im Iran die Umweltbehörden beim Schutz der dortigen Niststrände. In den Gewässern von Kish kommen die Echte Karettschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte vor.

In der Türkei, in Anamur, geht es darum, einen der wichtigsten Niststrände der Unechten Karettschildkröte im Mittelmeerraum vor weiterer Zerstörung zu bewahren. 

Die AGA hat zudem eine Meeresschildkröten-Ausstellung für die Umweltbildung konzipiert. Die Ausstellung zum Thema Meeresschildkrötenschutz umfasst 10 Banner-Displays. Hinzu kommen weitere Materialien, die eine Hilfestellung für die Durchführung eines Begleitprogrammes bieten. Die Ausstellung kann bei der AGA kostenfrei ausgeliehen werden.

Bitte helfen Sie uns, die einmaligen und wichtigen Nistgebiete der bedrohten Meeresschildkröten zu retten! Unterstützen Sie uns mit Ihrer  Spende oder werden Sie Meeresschildkröten-Projektpate.

Rundschreiben 1/2015

Im Einsatz für den Schutz der Meeresschildkröten WEITER