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David Sheldrick Wildlife Trust
David Sheldrick Wildlife Trust

SCHUTZPROJEKT "ELEFANT"

"Wenn der letzte Elefant stirbt, wird die Erde verdorren", heißt es in einem uralten Mythos.  Die Elefantenbestände sind in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich aufgrund des Handels mit Elfenbein dramatisch zurückgegangen. Laut Schätzungen leben nur noch wenig mehr als 400.000 Afrikanische Elefanten in freier Wildbahn. Das steht im traurigen Gegensatz zu den etwa 1.300.000 Elefanten, die 1979 durch die Savannen streiften.

In Kenia kämpft eine Frau für das Überleben der Dickhäuter: Im Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick am Stadtrand von Nairobi finden Elefantenbabys, die ihre Mütter verloren haben, ein neues Zuhause. Die meisten Mütter von Sheldricks Schützlingen sind Opfer von Elfenbeinjägern geworden. Ohne die Fürsorge der Pfleger könnten die Kleinen nicht überleben. Hier werden sie gefüttert, versorgt und unterrichtet - bis sie nach etwa fünf bis zehn Jahren in die Wildnis zurück kehren können.

Seit 1992 unterstützt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. den DSWT in Kenia, denn das Elefantenwaisenhaus ist dringend auf Hilfe angewiesen. Die AGA vergibt Teilpatenschaften für die Elefantenwaisen und unterstützt Anti-Wilderer-Aktionen, wie beispielsweise die Ausbildung von Wildhütern.

DAVID SHELDRICK WILDLIFE TRUST (DSWT)

Hintergrund 

David Sheldrick war Mitbegründer des großen kenianischen Nationalparks Tsavo-Ost und lebte und arbeitete dort zusammen mit seiner Frau Daphne über 30 Jahre lang. Während dieser Zeit zogen die Sheldricks u.a. verschiedenste Jungtiere auf, die durch Wilderei, Raubtiere oder Dürreperioden zu Waisen geworden waren. David Sheldrick starb 1976, woraufhin Daphne Sheldrick in den Nationalpark von Nairobi umzog. Schon kurze Zeit später wurde sie aufgrund ihrer Erfahrung gebeten, sich wieder um verwaiste Elefanten zu kümmern. Um sich voll dieser Aufgabe widmen zu können und in Andenken an ihren Mann gründete sie 1977 eine Stiftung, den "David Sheldrick Wildlife Trust".

Sechs Treuhänder, die von Naturschützern beraten werden, verwalten zur Zeit den Trust. Es sind größtenteils ehemalige Kollegen von David Sheldrick, die dafür sorgen, dass die eingehenden Mittel, ganz nach dem Vorbild David Sheldricks, direkt und effizient eingesetzt werden.

DAPHNE SHELDRICK – „MUTTER DER ELEFANTEN”

Für Dr. Daphne Sheldrick wäre ein Leben ohne Elefanten, Nashörner und die Wildtiere Afrikas undenkbar. Sie wurde 1934 als Tochter eines Farmers in Kenias Nakuru District geboren und wuchs mit zahlreichen Tieren auf der elterlichen Farm auf. Bereits mit 3 Jahren erhielt sie von Farmarbeitern ein verwaistes Wildtier. Durch die spätere Heirat mit David Sheldrick und der gemeinsamen Arbeit im Tsavo Nationalpark erhielt ihr Engagement für wilde Tiere und das Ökosystem eine weitere Dimension.

In den 70er Jahren gelang ihr einer der größten und wichtigsten Erfolge. Da Elefanten keine Kuhmilch als Ersatznahrung vertragen, war es lange Zeit unmöglich, verwaiste Jungtiere am Leben zu erhalten. Daphne Sheldrick entwickelte eine spezielle Milchmischung mit pflanzlichem Fett, die es von da an ermöglichte auch die kleinsten Elefanten großzuziehen.

Die von ihr gegründete Elefanten-Aufzuchtstation in unmittelbarer Nähe von Nairobi ist mittlerweile weltberühmt. Seit Bestehen der Einrichtung fanden über 50 Jungtiere Aufnahme in der Station. Daphne Sheldrick gilt als "Mutter der Elefanten" und wird international als Expertin geschätzt. Unter weiteren zahlreichen Auszeichnungen erhielt sie im Jahr 2000 die Ehrendoktorwürde der Universität Glasgow in Schottland.

Rundschreiben 1/2013

AGA unterstützt Wildhüter beim Kampf gegen die Wilderei im Tsavo-Nationalpark WEITER


David Leslie William Sheldrick (1919 - 1976)



Bilder

© DSWT