SCHUTZPROJEKT „NASHORN“

Nashörner brauchen Schutz vor Wilderei, aber auch zusammenhängenden Lebensraum

Die Wilderei von Nashörnern hat im Jahr 2015 einen traurigen Höhepunkt erreicht. Allein in Südafrika wurden 1175 Nashörner getötet. Die Wilderer haben es dabei auf das Horn der Tiere abgesehen, das meist auf asiatischen Märkten zu Höchstpreisen verkauft wird. Auch in Kenia und Namibia hat die Wilderei dieser charismatischen Dickhäuter spürbar zugenommen.

Aus diesem Grund unterstützt die AGA die Anti-Wilderei-Aktivitäten ihres Projektpartners in Kenia, des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT). Weitere Wildhüter, die natürlich nicht nur die Nashörner, sondern auch Elefanten und viele weitere Wildtiere schützen werden, sollen ausgebildet werden. Für die oft lebensgefährliche Arbeit brauchen sie zudem geeignete Ausrüstung. Mehrtägige Patrouillenfahrten und ausgedehnte Wanderungen durch die Wildnis des Nationalparks gehören zu ihrem Arbeitsalltag, den sie mit viel Engagement und einem Herz für „ihre“ Wildtiere meistern.

In Namibia lebt mit gerade noch etwa 600 Tieren eine der größten verbliebenen Populationen an frei lebenden Spitzmaulnashörnern. Neben der Wilderei wird das Überleben dieser seltenen Dickhäuter durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht. Sie kommen nur noch in vereinzelten, abgegrenzten Gebieten vor. In der Regel sind dies Schutzgebiete, die zu klein sind, um auf Dauer eine überlebensfähige Population der Tierarten zu beherbergen.

Eine der größten Aufgaben für den Schutz der Nashörner in Namibia ist es deshalb, geeigneten Lebensraum für die Tiere zu erschließen und bestehende Gebiete zu vernetzen, um ein Wandern der Tiere und damit auch einen genetischen Austausch zwischen einzelnen Gruppen zu ermöglichen. Langfristiges Ziel eines vom namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus entwickelten Aktionsplans zum Schutz der Nashörner in Namibia ist es deshalb, in den kommenden Jahren eine überlebensfähige Population von mindestens 2000 Tieren aufzubauen und innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten anzusiedeln. 

Um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können, muss auch kommerziell genutztes Farmland sowie Gemeindeland wieder Heimat der Dickhäuter werden. Neben der Entwicklung eines effektiven Schutzkonzepts und einem professionellen Managementsystem, ist vor allem auch Überzeugungsarbeit bei Farmern und Gemeinden nötig, um die Akzeptanz der Rhinozerosse zu erhöhen. Nur so kann der Schutz der Nashörner auf eine breite und dadurch erfolgversprechende Basis gestellt werden. 

Die AGA unterstützt deshalb ein Modellprojekt ihrer Partnerorganisation, dem Cheetah Conservation Fund (CCF), bei dem u. a. ein Nashorn-Umweltbildungsprogramm entwickelt wird, um Farmer und Gemeinden zu ermutigen, Nashörnern auch außerhalb von Schutzgebieten einen Lebensraum zu bieten. Zusätzlich werden alternative Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung erschlossen und der langfristige Einfluss der Nashörner auf das Ökosystem wird wissenschaftlich untersucht. 

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Bitte helfen Sie uns, die Nashörner in Kenia und Namibia besser zu schützen. Nur mit Ihrer Hilfe können wir wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Wilderei zu stoppen und isolierte Tiere durch die Vernetzung von Lebensräumen zusammenzuführen.

Die Anzahl gewilderter Nashörner ist in Kenia in 2015 weiter zurückgegangen. In Namibia ist die Anzahl getöteter Nashörner dagegen leider dramatisch gestiegen. 80 Nashörner fielen der Wilderei in 2015 zum Opfer. 2014 waren es 25 Nashörner gewesen. Aus diesem Grund werden wir unseren Einsatz in Namibia verstärken.

Um eine kleine Herde Nashörner in Namibia besser schützen zu können, haben wir nun den Einsatz von Kamerafallen ausgebaut. Dank der Spezialkameras kann das Verbreitungsgebiet der Nashörner besser überwacht werden.

Mit Ihrer Spende stärken Sie die engagierten Wildhüter bei ihrem Einsatz und Sie ebnen den Weg für die Wanderungen der Dickhäuter. Zudem können weitere Kamerafallen zum Schutz der Nashörner in Namibia eingesetzt werden. 

Sie können auch eine Teilpatenschaft für das Nashorn Maxwell übernehmen. Maxwell ist leider auf beiden Augen blind und kann nicht wieder ausgewildert werden.

Bilder 1, 2 © CCF

Bilder 3, 4, 5 © Birgit Braun/AGA

Bilder 6, 7 © DSWT