Wilderei von Wildtieren

Wildtiere brauchen Schutz vor Wilderei

Die Wildhüter der Partnerorganisation der AGA, dem Sheldrick Wildlife Trust, ehemals David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT), setzen sich für den Schutz der Wildtiere im Tsavo East Nationalpark in Kenia ein. Die Arbeit der Wildhüter ist eine wichtige, aber zugleich mühsame und gefahrvolle Tätigkeit. Für den Schutz der Wildtiere im Tsavo East Nationalpark ist ihre Arbeit unverzichtbar – sie sind die Schutzengel der Wildtiere!

Die Wildhüter machen Fallen unschädlich und spüren Aussichtsplattformen in Bäumen und Verstecke der Wilderer am Boden auf und zerstören diese. Sie helfen bei Rettungsaktionen, um Wildtiere, die in eine  Schlingfallen geraten sind, zu befreien und zu verarzten. Sie gehen auch gegen illegale Rodungen zur Holzkohleherstellung vor und sorgen dafür, dass die Bewohner im Randgebiet des Nationalparks ihr Nutzvieh nicht in den Nationalpark treiben, um es dort weiden zu lassen. Zusammen mit dem Kenya Wildlife Service ermitteln sie gegen Wilderer und helfen, diese aufzuspüren und zu verhaften.

Neben den Fallen, die gezielt ausgelegt werden, um Elefanten zu wildern. Werden auch zahlreiche weitere Fallen für kleinere Wildtiere gestellt – für verschiedene Antilopenarten, Zebras und einfach alle Tiere, die als sogenanntes Bushmeat von der Bevölkerung aus der Umgebung des Nationalparks gefangen werden. Auch wenn Schlingfallen je nach Größe und dem Ort, wo sie aufgestellt wurden, oft für eine bestimmte Gruppe an Wildtieren bestimmt sind, so töten sie doch wahllos alles, was sich in ihnen verfängt.

Die Wildhüter sind auf Unterstützung angewiesen, um ihren Einsatz, ihre Ausrüstung und die Transportfahrzeuge sowie deren Unterhalt finanzieren zu können. Seit mehreren Jahren finanziert die AGA das Mtito Team des Sheldrick Wildlife Trust, das in der nördlichen Region des Tsavo East Nationalparks und den umliegenden Gemeinden im Einsatz ist, um so die Wildtiere in dieser Region zu schützen.

Jahresbilanz 2020 zeigt Erfolge der Wildhüter

Mehrtägige Einsätze im kenianischen Busch, unzählige Kilometer querfeldein, zu Fuß und im Geländewagen, gerettete Elefanten, aufgespürte Tierfallen und gestellte Wilderer: Im Resümee wird deutlich, welche Leistung die sechs Wildhüter des Mtito-Teams über die letzten Monate vollbracht haben. Seit Anfang 2016 finanziert die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) das sechsköpfige Team im Tsavo-East-Nationalpark. Die Wildhüter sind Teil des Sheldrick Wildlife Trust; die Partnerorganisation der AGA koordiniert aktuell insgesamt zwölf Wildhüter-Teams in Kenias größtem Nationalpark.

Der unermüdliche Einsatz kostet nicht nur Kraft und Nerven, sondern auch viel Geld – neben den Gehältern muss auch die Ausrüstung bezahlt werden. Campingutensilien, Funkgeräte, Kameras und GPS-Empfänger helfen den Männern bei der Arbeit.

Das Geld ist gut angelegt, wie ein Auszug aus der Jahresbilanz zeigt: Unter anderem entdeckten und zerstörten die zwölf Wildhüterteams im Jahr 2020 weit mehr als 9.000 Fallen; gemeinsam mit den Rangern des Kenya Wildlife Service verbuchten die Wildhüter zudem fast 200 Festnahmen wegen Wilderei von Elefanten, Jagd auf andere Wildtiere und Abholzung oder illegaler Beweidung; die Männer entdeckten Köhlereien, in denen illegal geschlagenes Holz geköhlert wurde; sie zerlegten auch Ansitze und Verstecke wildernder Heckenschützen und konfiszierten 131 Waffen und illegale Ausrüstungsgegenstände. Und zusätzlich behandelten die Wildhüter zahlreiche verletzte Elefanten und halfen bei der Bekämpfung von Waldbränden. 

Mehr als 50 Buschfeuer loderten im vergangenen Jahr im Tsavo East Nationalpark in Kenia. Dank dem schnellen Eingreifen u.a. der Wildhüter des SWT konnten die Brände unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Auch das Mtitio-Team war mehrere Male zur Brandbekämpfung im Einsatz. Mittlerweile hat die Regenzeit eingesetzt und die Brandgefahr erstmal gebannt. Aber natürlich sind die Wildhüter weiter wachsam im Einsatz, um die Tierwelt im Tsavo nicht nur vor Bränden, sondern auch vor Wilderei zu schützen.

In 2020 wurde in Kenia kein Nashorn gewildert

Laut Kenya Wildlife Service (KWS) wurde im vergangenen Jahr in Kenia kein einziges Nashorn gewildert - zum ersten Mal in 21 Jahren. Das ist auch ein Erfolg unserer Arbeit, denn die AGA finanziert im Tsavo East Nationalpark das Mtito-Wildhüterteam unserer Partnerorganisation SWT. Außerdem hat die AGA, zusammen mit dem SWT, die Erweiterung des Nashorn-Schutzgebietes im Meru Nationalpark unterstützt. Anfang 2020 hat der SWT die Wildhüter des Kenya Wildlife Service (KWS) mit neuen Zelten, Solarstromeinheiten und weiterer essenzieller Ausrüstung für die täglichen Patrouillen zum Schutz der bedrohten Spitz- und Breitmaulnashörner ausgestattet.

Im Herzen des Meru Nationalparks, einem der ältesten Nationalparks Afrikas, liegt die Meru Rhino Santuary, ein wichtiges Schutzgebiet für knapp 100 Nashörner. Die AGA hatte sich gemeinsam mit dem SWT an den Kosten zur Erweiterung und Sanierung dieses bedeutsamen Nashorn-Schutzgebietes beteiligt.

Unterstützen Sie die Wildhüter mit Ihrer Spende!

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, das Mtito Team weiter zu finanzieren. Die engagierten Wildhüter sind für ihre wichtige Arbeit auf unsere Hilfe angewiesen.

Mit Ihrer Unterstützung ist es möglich, nicht nur Elefanten, sondern auch Nashörner, Zebras und viele weitere Wildtiere vor den grausamen Fallen der Wilderer zu bewahren, Rettungsaktionen durchzuführen und die Wilderei wirksam zu bekämpfen.

Bitte helfen Sie den Schutzengeln der Wildtiere und spenden Sie für den Schutz der Elefanten.

Bild 1-3; 5-9 © DSWT

Bild 4, 10-12 © AGA/Birgit Braun