Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Nur mit Hilfe von Spenden kann diese erfolgreiche Arbeit zum Schutz der Meeresschildkröten in Kenia durchgeführt werden. Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit und helfen Sie mit, Meeresschildkröten aus den Fischernetzen zu befreien und wieder frei zu lassen! Es besteht zudem die Möglichkeit, vor Ort in Watamu als Volontär tatkräftig mitzuarbeiten

Bitte unterstützen Sie  die Schildkröten-Retter von Watamu mit einer Spende. Auch mit der Übernahme einer Patenschaft können Sie helfen, als Projektpate mit einer regelmäßigen Spende ab 8 Euro im Monat oder als Pate für ein Nest einer Meeresschildkröte für eine einmalige Spende ab 30 Euro.

Der Zoologisch-Botanische Garten Wilhelma unterstützt mit dem freiwilligen Artenschutz-Euro der Wilhelma-Besucher dankenswerterweise den Schutz des Niststrandes und fördert die nachhaltige Fischerei.

© Bahari Hai

DIE SCHILDKRÖTEN-RETTER VON WATAMU

Meeresschildkröten vor dem sinnlosen "Beifang-Tod" bewahren

Jedes Jahr werden Tausende Meeresschildkröten von Fischern "versehentlich" gefangen. Sie geraten in deren Netze oder bleiben an den Angelhaken hängen. In den meisten Fällen stellen die Meeresschildkröten unerwünschten "Beifang" dar. Gelegentlich werden sie aber auch als willkommene zusätzliche Beute betrachtet und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Auch in der Region um Watamu in Kenia ist die Nachfrage nach wie vor groß, da sie immer noch als Delikatesse gelten, auch wenn der Handel mit Meeresschildkröten in Kenia eigentlich verboten ist. Die ohnehin schon vom Aussterben bedrohten Meeresreptilien werden durch diese Verluste weiter gefährdet. 

Eine Untersuchung in unserem Meeresschildkröten-Schutzprojekt hat gezeigt, dass Beifang mit neuartigen Baumwollnetzen deutlich reduzierten werden kann. So sind diese Netze u.a. im Gegensatz zu den im Wasser nahezu unsichtbaren Nylonnetzen für Schildkröten und andere Meeresbewohner besser sicht- und somit vermeidbar. Bis zu 76% des Beifangs an Meeresschildkröten können dank dieser Netze vermieden werden. Allerdings sind die Baumwollnetze deutlich teurer als Nylonnetze, die teils bereits verboten wurden.

Um zu gewährleisten, dass sich alle Fischer die teureren „schildkrötenfreundlichen“ Netze leisten können, fördert die AGA den Tausch der Netze. Sie sollen preislich für die Fischer erschwinglich werden, insbesondere in der aktuell ohnehin schwierigen Zeit der Corona-Pandemie.

Die Baumwollnetze sind in der Regel mehr als doppelt so teuer wie die illegal genutzten Netze. Für die meisten Fischer sind sie unerschwinglich. Dies wollen wir ändern, denn der verstärkte Einsatz der neuen „schildkrötenfreundlichen“ Baumwollnetze wird unzählige Meeresschildkröten davor bewahren, sich in Netzen zu verfangen und viel zu oft auch qualvoll zu verenden. Die Förderung der Baumwollnetze soll zudem mit weiteren Auflagen das umweltgerechte Verhalten der Fischer ausweiten und die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen intensivieren.

Für dieses ambitionierte Projekt sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, den sinnlosen Tod unzähliger Meeresschildkröten zu verhindern.

Schutz des Niststrandes

Des Weiteren hilft die AGA dabei, den Niststrand von Watamu zu schützen, um die Meeresschildkröten bei der Eiablage sowie deren Nester vor Störungen und illegalen Aktivitäten zu bewahren. 

Watamu liegt am Indischen Ozean, etwa 120 km nördlich von Mombasa. Vor der Küste erstreckt sich der Meeres-Nationalpark Watamu Marine National Reserve, der vom Kenya Wildlife Service verwaltet wird. Von den fünf Meeresschildkrötenarten, die in den Gewässern von Watamu vorkommen, kommen zwei auch zur Eiablage an den Strand. Die Grüne Meeresschildkröte und die Echte Karettschildkröte vergraben dann ihre Eier am Strand. Die Nester werden von den engagierten Artenschützern überwacht und bei Bedarf auch umgesetzt, wenn das Nest z.B. in einem Bereich vergraben wurde, der touristisch stark genutzt wird und dadurch gefährdet ist. 

Die Unechte Karettschildkröte, die Oliv-Bastardschildkröte und die Lederschildkröte kommen auch in den Gewässern vor Watamu vor, nutzen den Strand aber nicht zur Eiablage.

 

Umweltbildung mit Kindern und Aufklärung von Touristen

Um den nachhaltigen Erfolg des Schutzprojektes zu sichern, engagieren sich die Artenschützer von Watamu auch in der Umweltbildung. Sie vermitteln den Kindern in den Schulen, wie wichtig Natur- und Artenschutz sind. Die AGA unterstützt diese wichtige Arbeit und hat eine angepasste, kenianische Version ihrer Meeresschildkröten-Ausstellung erstellt.

Bei einem Projektbesuch im Januar 2016 konnte die Ausstellung zusammen mit weiteren Sachspenden an die Schildkröten-Retter von Watamu übergeben werden. Diese wird nun in den Schulen sowie auch in den Hotels zur Aufklärung der Touristen eingesetzt. Auf diese Weise werden sie über das Leben, die Bedrohung und den Schutz der Meeresschildkröten informiert und über das richtige Verhalten am Niststrand aufgeklärt.

Des Weiteren werden Aktionen durchgeführt, um der dramatischen Vermüllung des Strandes und der Gewässer mit Plastikmüll und sonstigen Abfällen entgegen zu wirken. Regelmäßig werden Strandsäuberungsaktionen organisiert und entsprechende Aufklärungsarbeit betrieben. 

Bildnachweise

Bilder 1 - 3 © Birgit Braun/AGA

Bilder 4, 7 - 9 © Bahari Hai

Bilder 5 - 6 © Matthias-Alexander Braun/AGA

Bild 10 © Dorothee Jokiel/AGA