AGA-NEWS

Erfolge im Artenschutz 2018

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. hat sich zusammen mit ihren jeweiligen Partnerorganisationen im Jahr 2018 wieder erfolgreich für den Schutz bedrohter Arten eingesetzt. An dieser Stelle möchten wir mit einigen ausgewählten Beispielen aus unserer Projektarbeit aufzeigen, was wir im vergangenen Jahr erreicht haben. Unseren Unterstützern gilt hierbei unser besonderer Dank, denn ohne ihre wertvolle Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich. Nach wie vor ist der Artenschutz ein wichtiges Thema und zusammen mit unseren Unterstützern und Partnern werden wir uns auch 2019 wieder tatkräftig für den Schutz bedrohter Arten einsetzen.





Bild © Matthias-Alexander Braun / AGA





Bilder 1-4, 6-11 © DSWT

Elefanten, Nashörner & Giraffen

Aufzucht der Elefantenwaisen

Seit mehr als 25 Jahren unterstützt die AGA die Arbeit des Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) bei der Aufzucht verwaister Elefantenbabys, der Rettung und Notversorgung verletzter Wildtiere sowie bei der Bekämpfung der Wilderei. Zum Jahresende 2018 befanden sich etwa 100 Elefantenbabys in der Obhut der Pfleger des DSWT im Elefantenwaisenhaus und den drei Auswilderungsstationen Voi, Ithumba und Umani Springs. Für ihre Aufzucht und die spätere Auswilderung ist die Unterstützung überlebenswichtig.

2018 konnten drei Patenelefanten der AGA einen wichtigen Schritt in Richtung Wildnis gehen. Mbegu, Ndotto und Ngilai sind dem Waisenhaus in Nairobi entwachsen und in die Auswilderungsstation Voi im Tsavo East Nationalpark umgezogen. In der Auswilderungsstation kommen die Elefantenwaisen mit den dortigen wild lebenden Elefanten in Kontakt. Mbegu, Ndotto und Ngilai haben sich gut in Voi eingelebt. In einigen Jahren haben sie die Möglichkeit, sich einer der Herden anzuschließen und wieder ein Leben in der Wildnis zu führen.

Zudem gab es 2018 einen besonderen Neuzugang. Im November konnte ein Breitmaulnashornbaby gerettet werden. Es war in einem Schlammloch steckengeblieben. Die kleine Maarifa wird im von der AGA unterstützten Waisenhaus in Nairobi liebevoll von Hand aufgezogen.

Weiterhin haben im vergangenen Jahr wieder ehemalige Elefantenwaisen Nachwuchs in der Wildnis bekommen – beispielsweise Seera mit Baby Solar im Februar. Damit hat sich die Anzahl der von ehemaligen Elefantenwaisen geborenen Babys auf mindestens 30 erhöht. Wir freuen uns sehr über solche Nachrichten, die zeigen, wie gut sich die ausgewilderten Elefanten in das Leben in der Wildnis und die wild lebenden Herden integriert haben. Zudem gibt jedes Elefantenbaby natürlich Hoffnung für das Überleben dieser charismatischen Dickhäuter. Ein Ansporn für die Fortsetzung unserer Arbeit 2019.

Gedenken an Dame Daphne Sheldrick

Tief betrübt, doch voller Dankbarkeit mussten wir im April 2018 Abschied von Dr. Dame Daphne Sheldrick D.B.E nehmen. Die Begründerin des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) verstarb am 12. April 2018 im Alter von 83 Jahren. Über 60 Jahre ihres Lebens hat Dame Daphne dem Schutz der Wildtiere Afrikas gewidmet. Sie war uns eine Inspiration und wertvolle Mitstreiterin im Einsatz für den Schutz der Elefanten, Nashörner und weiterer Wildtiere in Kenia. Sie hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk und wir sind dankbar, dass wir sie und ihre Arbeit mehr als 25 Jahre begleiten und unterstützen konnten. Natürlich werden wir unsere Arbeit in ihrem Sinne fortsetzen. Wir werden sie vermissen und immer an sie denken.

Erfolge der Wildhüter

Im Tsavo-Mkomazi-Ökosystem in Kenia leben nach der letzten großen Zählung von 2017 etwa 12.800 Elefanten und mehr als 4.300 Giraffen. Die Bestandszahlen sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Es ist erfreulich, dass der Einsatz der Wildhüter im Kampf gegen die Wilderei Früchte trägt.

Die AGA hat auch 2018 den Einsatz des 6-köpfigen Mtito-Wildhüterteams des DSWT finanziert. Die Wildhüter waren wieder erfolgreich im Einsatz, um das Leben der Elefanten, Nashörner, Giraffen und weiterer Wildtiere im Tsavo East Nationalpark zu schützen. Das Mtito-Wildhüterteam wird durch neun weitere Wildhüterteams, eine Luftüberwachungs- und eine mobile Tierarzteinheit sowie durch eine Hundestaffel ergänzt. Mit vereinten Kräften haben die Teams 2018 mehr als 3.700 Schlingfallen eingesammelt und unschädlich gemacht. Zahlreiche Verstecke von Wilderern wurden zerstört und zudem knapp 335 Verhaftungen durchgeführt sowie 187 Waffen konfisziert.

Die Wildhüter helfen zudem bei der Rettung verletzter Wildtiere. Im Februar befreiten sie beispielsweise ein Elefantenbaby aus einer Schlingfalle. Allein im November 2018 konnten ein Elefantenbulle mit Schusswunde, ein Nashorn mit Hornverletzung, ein Exemplar des bedrohten Grevyzebras und eine verletzte Giraffe gerettet werden.

Einen ganz besonderen Einsatz führten die Wildhüter des DSWT im Februar zusammen mit dem Kenya Wildlife Service durch. 15 Elefantenbullen wurden in den Tsavo West Nationalpark umgesiedelt. Sie waren vorher immer wieder in Konflikte mit Dorfbewohnern geraten. Die Elefanten wurden betäubt und in ihre
neue Heimat transportiert, wo sie ausreichend Platz haben, ohne mit Menschen in Konflikt zu geraten.

Schutz der Nashörner verbessert

2018 hat sich die AGA in Kenia nicht nur im Tsavo East Nationalpark durch den Einsatz von Wildhütern für den Schutz der Nashörner eingesetzt, sondern auch im Meru Nationalpark.

Der Meru Nationalpark ist einer der ältesten Nationalparks in Afrika und in ihm liegt ein wichtiges Schutzgebiet für knapp 100 Nashörner. Die AGA hat sich mit ihrer Partnerorganisation DSWT an den Kosten zur Erweiterung und Sanierung dieses wichtigen Nashorn-Schutzgebietes beteiligt.

Nach Monaten harter Arbeit wurden die Baumaßnahmen 2018 abgeschlossen: Es wurden elektrische Zäune aufgestellt und dabei wichtige Wildtierkorridore berücksichtigt. An strategisch bedeutsamen Punkten entstanden neue Stationen für Wildhüter. Ein besonderer Erfolg ist, dass das Schutzgebiet im Zuge der Baumaßnahmen von 48 km² auf etwa 84 km² ausgeweitet wurde. Damit hat sich der Lebensraum der Nashörner fast verdoppelt und in den kommenden Jahren kann hier eine der größten Nashorn-Populationen Kenias ein Zuhause finden.



ausgewilderte Geparde
Lady mit Welpen
Spürhund Levi

gerettete Geparde

Bilder 19 © CCF
Bild © Markus Strobel / Tango FIlm

Geparde

Nachdem die AGA ihren langjährigen Projektpartner Cheetah Conservation Fund (CCF) weiterhin bei der Aufzucht verwaister Gepardenjungtiere, der Rettung verletzter Geparde sowie bei der Bekämpfung des Mensch-Wildtier-Konflikts und des illegalen Handels mit Geparden unterstützt, hat sie 2018 erstmals Nothilfe bei der Rettung beschlagnahmter Gepardenbabys in Somaliland geleistet.

Auswilderung von Geparden

Hoffnung gibt die Auswilderung mehrerer Geparde in 2018. Verwaiste oder verletzte Geparde werden beim CCF falls möglich, wieder ausgewildert. Vier Geparde konnten im Frühjahr in die Wildnis zurückkehren. Im Sommer bekamen drei und im Oktober ein weiterer Gepardenkater im Erindi Private Game Reserve eine zweite Chance auf ein Leben in der Wildnis. Bisher haben sich die Geparde gut eingelebt und sind auch bei der Jagd erfolgreich, so dass wir von einer geglückten Auswilderung ausgehen dürfen.

Eine beispielhafte Erfolgsgeschichte ist der Gepard Obi-Wan. Er wurde bereits 2012 in Erindi ausgewildert und hat dort mittlerweile ein hohes Alter von zehn Jahren erreicht. Dies belegt die gute Naturschutzarbeit.

Nachwuchs im Herdenschutzhunde-Programm

2018 haben wir uns erneut über Nachwuchs im Herdenschutzhunde-Programm gefreut. Insgesamt haben 5 Würfe das Licht der Welt erblickt. 32 Herdenschutzhundewelpen wurden an Farmer weitergegeben und sind dort seitdem als Herdenschutzhunde im Einsatz. Indem sie das Nutzvieh der Farmer vor Raubtieren schützen, helfen sie, den Mensch-Wildtier-Konflikt zu lösen und Geparde zu schützen.

Spürhunde zum Schutz der Geparde

Der von der AGA finanzierte Spürhund Levi war 2018 nicht nur in Namibia, sondern auch in Angola erfolgreich im Einsatz. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde in verschiedenen Nationalparks nach Raubtieren gesucht. Das erfolgreiche Spürhunde-Programm des CCF erhielt zudem Zuwachs. Zwei weitere Hunde befinden sich gerade in der Spürhundeausbildung.

Bekämpfung des illegalen Handels mit Geparden macht Fortschritte

In Somaliland haben die Behörden seit August 2018 elf Gepardenbabys aus den Fängen skrupelloser Schmuggler gerettet. Erstmals wurden die verhafteten Schmuggler auch zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt. 

Zu den vielen Beschlagnahmungen kommt es erst, seitdem der CCF und die lokale Organisation Horn Society for the Protection and Care of Animals (SPCA) die Umweltministerin von Somaliland für dieses Thema gewonnen haben. Jetzt trägt diese Zusammenarbeit Früchte. Die AGA unterstützt den CCF seit mehreren Jahren bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit Geparden.

Die Kollegen vom CCF haben zudem auf zwei wichtigen internationalen Konferenzen (70. Treffen des Ständigen Ausschusses des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) im Oktober in Sochi und auf der Illegal Wildlife Trade Conference in London) über den anhaltenden illegalen Handel mit Geparden berichtet.

Es ist auch ein großer Erfolg, dass die private Haltung von Geparden und anderen exotischen Tieren im Iran im Oktober 2018 per Gesetz verboten wurde.

AGA leistet Nothilfe zur Aufzucht der Gepardenbabys in Somaliland

Die elf in Somaliland beschlagnahmten Gepardenwaisen wurden in die Obhut des CCF in Hargeisa gegeben. Drei von ihnen haben die ersten kritischen Tage leider nicht überlebt. Die Pflege so vieler Geparde, die teilweise keine vier Wochen alt waren, brachte die Kollegen der AGA in eine Notsituation. 

Die AGA hat im September schnell und unbürokratisch die Kosten für Medikamente, Futter und Unterbringung der beschlagnahmten Geparde bis zum Jahresende 2018 übernommen. Dadurch konnte u.a. ein dringend benötigtes, größeres Gelände für die Unterbringung der Tiere angemietet werden. Aktuell werden zwölf Gepardenwaisen versorgt. Die AGA wird die weitere Unterbringung und Pflege der kleinen Katzen auch 2019 unterstützen.

Tierbestimmung zum Schutz der Geparde

Das Citizen Science-Projekt des CCF zur Tierbestimmung wurde Ende 2018 erfolgreich beendet. Mehr als 4.000 Freiwillige haben sich beteiligt und anhand von Fotos 2.073.535 Tierbestimmungen zum Schutz der Geparde vorgenommen. Die Bilder wurden von Kamerafallen aufgenommen, die die AGA zur besseren Erforschung des Verbreitungsgebietes der Geparde finanziert hat.

Hannes Jaenicke besucht Geparden-Schutzprojekt

Für seine Dokumentation "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparde" hat der bekannte Schauspieler, Dokumentarfilmer und Autor in Zusammenarbeit mit der AGA das Geparden-Schutzprojekt in Namibia besucht. "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparde" wurde am 09.10.2018 gesendet und ist noch in der ZDF Mediathek zu sehen.




Bilder © LOT
Bild © WACI
Bild © AGA / Dorothee Jokiel
Bild © Manuel Vehring, Maria Ehrich
Bild © AGA / Birgit Braun

Meeresschildkröten

Rettung und Versorgung von Meeresschildkröten

Das von der AGA unterstützte Meeresschildkröten-Rettungsteam der Local Ocean Conservation (LOC) in Watamu in Kenia hat im vergangenen Jahr 1.551 Schildkröten, die sich als Beifang in den Netzen und Angelschnüren von Fischern verfangen hatten, gerettet. Insgesamt wurden damit bereits mehr als 17.500 Meeresschildkröten vom LOC gerettet. 

Die meisten Meeresschildkröten konnten nach einer kurzen Untersuchung direkt wieder am Strand des Meeresnationalpark freigelassen werden. Verletzte Schildkröten wurden in der Schildkröten-Klinik gesund gepflegt und anschließend wieder ausgewildert. Seit Bestehen der Klinik wurden schon 500 verletzte Schildkröten behandelt. Der von der AGA finanzierte Umbau der Klinik wurde 2018 fortgeführt.

Schutz der Nester und Schlüpflinge

Neben der Rettung von ausgewachsenen Meeresschildkröten wurden auch die Nester am Strand von Watamu geschützt. Die Nistsaison 2018 war hier besonders erfolgreich. Es wurden 75 Nester von Meeresschildkröten am Strand vergraben und damit mehr als im vergangenen Jahr. Die AGA unterstützt weiterhin den Einsatz von Wildhütern, damit die Eier nicht von Wilderern ausgegraben und verkauft werden. Mehr als 3.800 Schildkrötenbabys konnten sicher schlüpfen und zu ihrer Reise im Meer aufbrechen. 

Auch auf der iranischen Insel Kish wurden erfolgreich die Nester der Meeresschildkröten geschützt. Im Rahmen des mit Unterstützung der AGA aufgebauten Monitoringprogramms wurden weitere Schildkröten markiert und wichtige Daten über die Eiablage gesammelt. Mehr als 1.000 Schildkrötenbabys schlüpften 2018 am überwachten Niststrand.

Der Schutz der Meeresschildkröten in Nigeria ist einen Schritt weiter gekommen. Die Wildlife of Africa Conservation Initiative (WACI) wurde als gemeinnützige Organisation registriert. Die AGA hat diesen wichtigen Prozess ihrer nigerianischen Partner begleitet und finanziert. Unsere Kollegen konnten erste Dörfer für den Schutz der Meeresschildkröten gewinnen. 2018 wurden auch erstmals wichtige Daten über die lokale Schildkrötenpopulation und ihre Nistaktivitäten an den Stränden vor Lagos gesammelt. Auf dieser Grundlage werden wir gemeinsam ein nachhaltiges Schutzkonzept erarbeiten.

Umweltbildung zum Schutz der Schildkröten

Die engagierten Schildkrötenschützer in Kenia und Nigeria vermitteln zudem Schulkindern, wie wichtig Natur- und Artenschutz sind. Bei über 100 Schulbesuchen konnten die Kollegen in beiden Ländern im letzten Jahr mehr als 3.500 Kinder für den Schutz der Meeresschildkröten begeistern. Dabei kommt auch die Meeresschildkröten-Ausstellung der AGA zum Einsatz, die die AGA in angepasster Form für beide Projekte erstellt hat.

2018 hat die AGA außerdem eine angepasste Landesversion der Ausstellung an ihre Projektpartner auf den Kap Verden übergeben. Die portugiesische Version der Ausstellung ist seit dieser Nistsaison im Einsatz.

Prominenter Besuch bei den Meeresschildkröten

Die Schauspielerin Maria Ehrich und ihr Freund und Journalist Manuel Vering haben während ihres Reiseprojektes „Leaving the Frame“ das Meeresschildkröten-Schutzprojekt in Watamu besucht. Sie haben unsere Kollegen bei der Rettung von Schildkröten geholfen und sind begeistert von der Projektarbeit. Wir sind gespannt auf den Film, der 2019 ins Kino kommen soll.

AGA auf der Mittelmeer-Konferenz 

Die AGA hat an der 6. Meeresschildkröten-Konferenz für das Mittelmeer teilgenommen. Die Konferenz fand in Kroatien statt und bot eine gute Gelegenheit, die Projekt- und Umweltbildungsarbeit der AGA zu präsentieren, sich mit Wissenschaftlern und Kollegen anderer Organisationen auszutauschen und mit Projekten in anderen Ländern zu vernetzen.


Bilder © TSA

Tiernotrettung

Zwei Schildkrötenrettungsaktionen auf Madagaskar

Auf Madagaskar wurden am 10. April 2018 fast 11.000 (!) Strahlenschildkröten beschlagnahmt. Diese unglaublich hohe Anzahl an Tieren musste dringend versorgt werden. Am 24. Oktober wurden erneut 7.347 Schildkröten aus den Fängen von Wilderern gerettet. 

Die AGA hat umgehend Mittel zur Notversorgung der Strahlenschildkröten bereit gestellt und unterstützt in enger Abstimmung mit der Organisation vor Ort, der Turtle Survival Alliance (TSA), die weitere Unterbringung und Versorgung der Schildkröten. Einige hundert Tiere sind leider an Unterernährung, Krankheiten und Flüssigkeitsmangel verendet. Die überlebenden Schildkröten werden von den Kollegen vor Ort liebevoll gepflegt, bis sie kräftig genug sind, um wieder ausgewildert zu werden.




Aufklärungsarbeit

AGA beginnt Initiative gegen den Start von Helium-Ballons

Die AGA hat im Mai 2018 eine Initiative gegen den Start von Heliumballons begonnen. Jeder Ballonstart trägt unkontrolliert Müll in die Welt und stellt eine völlig unnötige Gefahr für Tiere und Umwelt dar. Die AGA stellt Infomaterial und beispielsweise einen Musterbrief bereit, mit dem Veranstalter von geplanten Ballonstarts kontaktiert werden können.

Aktionsbündnis Fuchs weiter unterstützt

Im Aktionsbündnis Fuchs hat sich die AGA mit Informationen, Petitionen und Aufrufen weiterhin für die bundesweite Abschaffung der sinnlosen und grausamen Fuchsjagd eingesetzt.

Umweltpreise und Auszeichnungen

Bild © Karlheinz Reichert

AGA Mitbegründer mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Für herausragende berufliche Verdienste und sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde Dr. Helmut Baur am 08. März 2018 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Dr. Helmut Baur hat sich mit unternehmerischer Verantwortung für den Schutz der Meeresschildkröten eingesetzt. Er engagierte sich als Mitbegründer der AGA gegen die Verwendung von Schildpatt aus dem Panzer der Meeresschildkröten in Brillengestellen. Als Vorreiter der Optikerbranche verbannte er Schildpatt-Brillen aus seinem Unternehmen Binder Optik und setzte sich zusammen mit der AGA aktiv für ein Handelsverbot von Produkten aus Meeresschildkröten und den Schutz dieser faszinierenden Reptilien ein. Bis heute bestehen die durchgesetzten Handelsbeschränkungen.


Bilder © AGA

Infostände mit Mal- und Bastelaktion

Die AGA hat bei verschieden Veranstaltungen über aktuelle Artenschutzthemen informiert. So war sie bei der Green World Tour in Stuttgart und den Internationalen Fürstenfelder Naturfototagen mit einem Infostand vertreten. Beim NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg machte die AGA unter dem Motto "Heliumballons - bitte nicht fliegen lassen" auf die verheerenden Folgen von Ballonstarts aufmerksam.

2018 war die Meeresschildkröten-Ausstellung besonders gefragt. Die AGA war mit der Ausstellung auf dem Heldenmarkt in Stuttgart und München und in der Stuttgarter Wilhelmaschule vertreten. Die Besucher erfuhren viel Wissenswertes über das Leben und die Bedrohung dieser faszinierenden Reptilien. Die Ausstellung wurde zudem an zahlreiche Kindergärten und Schulen verliehen sowie bei Umwelt- und Tierschutzfestivals und zu verschiedenen weiteren Gelegenheiten gezeigt. Begleitend fanden meist Mal- und Bastelaktionen für Kinder statt. Die Ausstellung kann auch 2019 für Aktionen der Umweltbildung ausgeliehen werden.

Scheckübergabe eneloop (c) AGA

Besondere Spendenaktionen

Spendenaktionen für Geparde & Elefanten

In diesem Jahr unterstützte eneloop die AGA im Rahmen der eneloop-Botschaftertour. Am 29. September 2018 erhielt die AGA in Berlin von eneloop einen Scheck in Höhe von 10.726 Euro für den Schutz der Geparde.

Die Kreissparkasse Ludwigsburg hat mit ihrer Nikolaus-Spendenverdopplungsaktion u.a. zwei Projekte der AGA unterstützt: Das Geparden-Schutzprojekt in Namibia und die Aufzucht der Elefantenwaisen in Kenia. Innerhalb weniger Stunden wurden knapp 2.500 Euro für Geparde und Elefanten gespendet.


Bild © AGA/Dorothee Jokiel

Helfen statt Schokolade

Die AGA hatte 2018 zum vierten Mal ein Türchen im 24guteTaten-Adventskalender. Hinter jedem der 24 Türchen verbarg sich ein Hilfsprojekt, das mit dem Erwerb jedes einzelnen Kalenders unterstützt wird. Hinter dem Türchen der AGA verbarg sich eine Futterration für ein beschlagnahmtes Schuppentier in Vietnam. 

2018 wurde auch die gute Tat aus dem 24guteTaten-Adventskalender des Vorjahres umgesetzt - die Pflanzung von Mangrovensetzlingen. Dorfbewohner und Freiwillige haben im Meeresschildkröten-Schutzprojekt in Kenia den schmalen, noch existierenden Mangrovenstreifen aufgeforstet. Dabei wurden über 15.000 Setzlinge gepflanzt.

 

Die AGA bedankt sich ganz herzlich für die wertvolle Unterstützung dieser Spendenaktionen!

Unterstützung im Internet

Im Jahr 2018 konnten im Internet zahlreiche Spenden für den Artenschutz gesammelt werden. Internetnutzer können sich auf unterschiedliche Arten für den Artenschutz einsetzen und die AGA unterstützen, beispielsweise

- indem sie ihren Interneteinkauf über die Plattform WeCanHelp (vorher:boost) beginnen

- durch eine Spende von Payback-Punkten

- im Tarif des sozialen Mobilfunkanbieters goood

- durch eine Cashback-Spende auf shoop.de

Die Facebook-Seite der AGA erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zudem ist die AGA auch auf Twitter , Instagram und Pinterest unterwegs.

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