ARTENSTERBEN UND ARTENSCHUTZ

Artensterben ist ein natürlicher Bestandteil der Evolution, aber durch anthropogene Einflüsse steigt das Tempo exponentiell:

Nach Schätzungen starb 200 Millionen Jahre lang durchschnittlich etwa eine Art pro Jahr aus.

Seit 1970 geht man davon aus, dass sich diese Zeitspanne auf einen Tag verkürzt hat.

Seit 1985 betrage diese Rate eine Art pro Stunde, seit 2000 gar eine Art pro 30 Minuten.

Artenschutzorganisationen rechnen sogar mit dem Aussterben von 70 Arten pro Tag, also dem Verschwinden von 25.000 Tier- und Pflanzenarten jedes Jahr!

Obwohl nicht geklärt ist, wie viele Arten überhaupt auf der Erde leben (Schätzungen reichen von drei bis über 30 Millionen), sind diese Zahlen alarmierend. Die Internationale Naturschutz-Union (IUCN) hält die momentane Rate der Artvernichtung für 1.000- bis 10.000-mal höher, als sie unter natürlichen Bedingungen ohne menschlichen Einfluss zu erwarten wäre.

Eine Kompensation durch die Entstehung neuer Arten ist wegen der Geschwindigkeit der Zerstörung wertvoller Lebensräume nicht denkbar; eine geringere Biodiversität ist somit eindeutiges Ergebnis dieser Entwicklung. Selbst konservative Schätzungen gehen davon aus, dass das Aussterben einer Pflanzenart das Aussterben von durchschnittlich 30 Tierarten nach sich zieht.

Quelle: TERRA-ALEXANDER-Datenbank

Tropische Regenwälder

Die tropischen Regenwälder beherbergen eine gigantische Artenzahl