Jahresrückblick 2025

Im Jahr 2025 durften wir erneut erleben, wie viel möglich ist, wenn Menschen sich gemeinsam für den Schutz der Natur einsetzen. Jede Unterstützung – ob durch eine Spende, persönliches Engagement, das Teilen unserer Arbeit oder den Einsatz vor Ort – hat dazu beigetragen, bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Zukunft zu geben und Lebensräume nachhaltig zu schützen. 

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen, Förderern und Unterstützern konnten wir auch im vergangenen Jahr wichtige Erfolge im internationalen Artenschutz erzielen, Herausforderungen meistern und neue Wege gehen. Die folgenden Beispiele geben Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit im Jahr 2025, in besondere Projekte, bewegende Erlebnisse und in das, was wir zusammen erreicht haben.

Dieser Jahresrückblick soll nicht nur informieren, sondern auch Mut machen und zeigen, wie wirkungsvoll gemeinsames Handeln sein kann. Der Schutz der Artenvielfalt ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft – und die wir nur gemeinsam bewältigen können.

Lassen Sie uns diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam weitergehen und uns weiterhin für eine artenreiche und lebenswerte Welt einsetzen. 

Strahlenschildkröten – Neubeginn nach Hochwasserkatastrophe

Das Jahr 2025 begann mit einer schweren Herausforderung. Heftige Unwetter trafen Anfang des Jahres den Süden Madagaskars und drei Zyklone verursachten nur wenige Wochen hintereinander schwere Hochwasser. Die Überschwemmungen beschädigten die von der AGA unterstützte Schildkrötenschutzstation massiv. Tausende Strahlenschildkröten waren betroffen, Gehege wurden zerstört, Infrastruktur weggespült. 

Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung, unseren Projektpartnern und dank der großen Unterstützung unserer Spender liefen direkt Hilfsmaßnahmen an, um zuallererst Tausende Schildkröten vor den Fluten zu retten, Tiere aus dem Wasser zu fischen und diese zu versorgen. Der Schutz der Schildkröten und aller Helferinnen und Helfer stand dabei immer an erster Stelle. Alle überlebenden Tiere wurden untersucht und medizinisch versorgt. Insgesamt konnten mehr als 11.600 Strahlenschildkröten gerettet werden. Gleichzeitig mussten wir schmerzhafte Verluste verzeichnen: Knapp 1.300 Tiere überlebten die Flutkatastrophen nicht.  

Auch unser kurz zuvor gestartetes Pflanzenkohleprojekt war betroffen und konnte erst nach einer Unterbrechung fortgesetzt werden. Auf Initiative der AGA und mit Unterstützung durch Char2Cool wurden in Madagaskar neue, innovative Ansätze umgesetzt, die Schutz und Zukunftsperspektiven miteinander verbinden. Ein zentrales Element ist der Einsatz von Pflanzenkohle. Sie verbessert ausgelaugte Böden nachhaltig, speichert Wasser und erhöht Erträge – ein entscheidender Faktor in Regionen, in denen fruchtbare Erde immer knapper wird. 

Im Pilotprojekt vor Ort wird die Pflanzenkohle unter anderem für den Anbau von Futterpflanzen für Tausende Strahlenschildkröten eingesetzt. Ein weiterer Vorteil: Die Pflanzenkohle wird lokal aus Opuntien hergestellt. Diese invasiven Kakteen verdrängen die heimische Flora. So verbindet das Projekt mehrere Ziele: Den Schutz der Schildkröten, Erhalt des Lebensraums und die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Dorfgemeinschaften und den Erhalt der lokalen Ökosysteme. 

Die Arbeit in Madagaskar zeigt exemplarisch, wofür der Artenschutz der AGA steht: Nicht nur auf Krisen zu reagieren, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen zu entwickeln, die langfristig wirken.

Dieser Ansatz begleitet uns auch über Madagaskar hinaus – etwa dort, wo Dürren und Klimawandel Menschen und Wildtiere immer wieder in Konflikt bringen. So setzen wir Pflanzenkohle auch in Namibia ein, zum Schutz der Wüstenelefanten. 

Schutz der Wüstenelefanten: Gemeinsame Lösungen für Mensch und Tier

Der Lebensraum der Wüstenelefanten ist geprägt von Weite, Trockenheit und knappen Ressourcen. Wo Menschen und Wildtiere denselben Raum teilen, braucht es besondere Lösungen, damit beide bestehen können. 

In einer Region, in der Konflikte zwischen Dörfern und Elefanten immer wieder aufbrechen, konnten wir gemeinsam mit unseren Partnern zeigen, wie Zusammenleben gelingen kann. In einem innovativen Pilotprojekt wurden solarbetriebene Elektrozäune errichtet, die gezielt Dorfgärten schützen und Elefanten zuverlässig davon abhalten, in die Felder einzudringen – ohne ihre natürlichen Wanderwege zu unterbrechen. 

Ergänzend kam Pflanzenkohle als natürlicher Bodenverbesserer zum Einsatz. Sie verbessert die Bodenqualität, hält Feuchtigkeit länger im Boden und steigert die Erträge der Dorfgärten. Das stärkt die lokale Ernährungssicherheit und verringert Konflikte mit den Elefanten. 

Zusätzlich wurden fünf Schutzmauern um Wassertanks in Dörfern errichtet, ein Elefantenbrunnen gebaut und 300 Solarlampen installiert. Diese Maßnahmen dienen dazu, Menschen wie Elefanten besser zu schützen: Die Mauern verhindern, dass Elefanten auf der Suche nach Wasser die Tanks beschädigen, der Brunnen sichert den Tieren eine sichere Trinkmöglichkeit in Trockenzeiten, und die Solarlampen verbessern die Sicherheit der Dorfbewohner in der Nacht. 

Die Wirkung dieser Maßnahmen ist deutlich spürbar. Die Akzeptanz der Wüstenelefanten in der Region ist deutlich gestiegen. Die 70-jährige Geraldine aus Houmoed bringt es auf den Punkt: „Jetzt können wir es wieder genießen, wenn die Elefanten vorbeikommen.“ 

Schutz der Geparde: Zusammenleben ermöglichen

Der Schutz von Geparden gelingt nur, wenn Mensch und Wildtier gleichermaßen berücksichtigt werden. 2025 kam in Namibia ein neues Frühwarnsystem zum Einsatz, das zeigt, wie wirksam gezielte Prävention sein kann: Anhand von GPS-Daten werden Farmer informiert, sobald sich Geparden in der Nähe ihrer Herden aufhalten. So lassen sich Konflikte frühzeitig vermeiden – ohne die Tiere zu gefährden. 

Ein anschauliches Beispiel dafür ist Tupuka, ein männlicher Gepard: Ende August 2025 wurde er auf einer Farm gesichtet. Obwohl er ausschließlich Wildtiere jagte, fürchtete der Farmer um seine Kälber. Dank der schnellen Reaktion unserer Kollegen vor Ort konnte Tupuka schonend eingefangen, medizinisch untersucht, mit einem GPS-Halsband versehen und kurze Zeit später wieder ausgewildert werden. 

Neben solchen Frühwarnsystemen tragen auch Herdenschutzhunde entscheidend zum friedlichen Zusammenleben bei. Sie bewachen die Herden, schrecken Raubtiere ab und reduzieren so die Risiken für die Farmer. In Kombination mit Aufklärung und Frühwarnsystemen wird das Zusammenleben von Menschen und Geparden deutlich harmonischer. 

Leider bleibt der illegale Wildtierhandel eine große Bedrohung für die Geparde. 2025 wurden mehr als 20 junge Gepardenbabys aus dem Handel gerettet und im von der AGA unterstützten Cheetah Rescue and Conservation Centre (CRCC) medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Heute leben fast 100 gerettete Geparden im CRCC – ein deutliches Zeichen für die Dringlichkeit spezialisierter Schutzprogramme. 

Unsere Arbeit zeigt: Gepardenschutz funktioniert nur vernetzt – durch Prävention, Technologie, Herdenschutzhunde und Rettungen. Nur so können wir diesen faszinierenden Raubtieren langfristig ein sicheres Leben in Freiheit ermöglichen. 

Schutz der Elefanten: Schutz der Generationen überdauert

In all unseren Projekten spielen sie eine Schlüsselrolle: Wildhüter, die Lebensräume sichern, Tiere beobachten und in Notfällen eingreifen. Beim Schutz der Elefanten in Kenia zeigte sich 2025 besonders eindrucksvoll, wie entscheidend ihr täglicher Einsatz für den langfristigen Artenschutz ist. 

Über das Jahr hinweg wurden mehrere verwaiste Elefanten gerettet. Besonders bewegend: 19 Elefantenkälber wurden 2025 von ausgewilderten Waisen geboren, die einst selbst gerettet und aufgezogen worden waren. Jede Rettung wirkt weiter – über Generationen hinweg. 

Die Arbeit der Wildhüter ist dabei das Herzstück und die AGA hat 2025 drei Wildhüterteams des SWT finanziert: Die Wildhüter patrouillieren täglich, sichern Lebensräume, überwachen die Tiere und reagieren schnell in Notfällen. Dazu kommen mobile Tierarztteams und Piloten, die Elefanten und ihre Lebensräume schützen: 2025 legten die Piloten über 347.000 Kilometer bei Schutz- und Überwachungsflügen zurück. Die mobile Tierarztteams führten mehr als 600 Einsätze durch. Wildhüter patrouillierten über 475.000 Kilometer, um Wilderei zu verhindern. 

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für diese Arbeit war Ende 2025 die Rettung eines Elefantenbullen bei Kilifi. Das Tier war tief im Schlamm eingesunken, völlig erschöpft und ohne Chance, sich selbst zu befreien. Unsere Wildhüter und die Tierärzte unserer Partnerorganisation kämpften mehrere Tage gegen Schlamm, Hitze und Erschöpfung, bis es schließlich gelang, den Bullen zu befreien. Dieses Ereignis steht stellvertretend für viele Einsätze im Jahr: Jede Rettung erfordert Erfahrung, Ausdauer und Teamarbeit – und zeigt, wie umfassend der Schutz der Elefanten in Kenia ist. 

Zum Jahresende gab es weitere hoffnungsvolle Entwicklungen: Mehrere Kälber wurden in den Herden ehemaliger Waisen geboren – darunter sogar ein Enkel der vor 26 Jahren geretteten Elefantendame Yatta. 

2025 hat einmal mehr gezeigt: Elefantenschutz ist ein kontinuierlicher Einsatz, der auf Prävention, Rettung und Pflege, Lebensraumschutz und enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden setzt. So sichern wir eine Zukunft für diese majestätischen Tiere – heute und für die kommenden Generationen. 

Schutz der Meeresschildkröten: Von der Eiablage bis zur Auswilderung

Meeresschildkröten gehören zu den ältesten Bewohnern unserer Erde. Seit Millionen Jahren durchstreifen sie die Ozeane – doch heute ist ihr Überleben bedroht. 2025 hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, bestehende Schutzgebiete zu sichern und gleichzeitig neue Regionen frühzeitig in den Blick zu nehmen. Denn ihre Niststrände sind fragile Lebensräume, die durch Tourismus, Küstenbebauung und nun zusätzlich durch den Klimawandel unter Druck geraten. Eine Verschiebung bisheriger Nistgebiete aufgrund steigender Temperaturen ist bereits sichtbar. 

Neben etablierten Schutzgebieten wie Zakynthos untersuchten wir deshalb gemeinsam mit MEDASSET und Zoologen der Universität Tirana erstmals mehrere Strände an der albanischen Mittelmeerküste. Erste Hinweise zeigen, dass Meeresschildkröten dort bereits zu nisten beginnen. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um Schutzmaßnahmen rechtzeitig aufzubauen und Störungen von Anfang an zu minimieren.  

Auch in unseren langjährigen Projektregionen waren unsere Teams intensiv im Einsatz. In Kenia führten unsere Wildhüter in der Region Watamu 678 Patrouillen durch, um Meeresschildkröten bei der Eiablage sowie ihre Nester bis zum Schlupf zu schützen. Sie legten dabei insgesamt mehr als 39.000 Kilometer zurück. 

Die Rettung und Rehabilitation verletzter Tiere blieb ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. In Südafrika mussten im Frühjahr erneut mehrere Meeresschildkröten gerettet und versorgt werden. Im November 2025 wurden vier rehabilitierte Tiere – Nori, Stella, Pebbles und Cinnamon – erfolgreich ausgewildert. 

Ein eindrucksvolles Beispiel für den langfristigen Erfolg dieser Arbeit ist die Unechte Karettschildkröte Nobomvu. Seit ihrer Auswilderung wurde sie 659 Tage lang per Satellit verfolgt und legte dabei über 25.500 Kilometer zurück – im Durchschnitt fast 40 Kilometer pro Tag. Ihre Reise zeigt eindrücklich, wie wirksam fachgerechte Rehabilitation und kontinuierlicher Schutz für das Überleben bedrohter Meeresschildkröten sind. 

2025 macht deutlich: Der Schutz der Meeresschildkröten lebt vom Zusammenspiel aus Forschung, Schutz der Niststrände, Patrouillen sowie Rettung und Pflege verletzter Tiere. Nur durch langfristiges Engagement und enge Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort können wir diesen faszinierenden Tieren eine Zukunft sichern. 

Schutz der Mangroven: Natürlicher Küstenschutz mit großer Wirkung

Dank unserer neuen Kooperation mit Werner & Mertz – dem Unternehmen hinter der bekannten Marke „Frosch“ - konnten wir 2025 unsere Arbeit für den Schutz der Mangroven in Kenia deutlich ausbauen. In unserer Projektregion rund um Watamu und dem Mida Creek gedeiht ein einzigartiges Ökosystem: Mangrovenwälder. Sie schützen die Küsten vor Erosion, bieten unzähligen Tierarten Lebensraum und sind zugleich wichtige Kinderstube für Meeresschildkröten. Damit sichern sie nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort. 

Ein zentraler Baustein unserer Arbeit ist der Schutz vor Ort. Unsere Wildhüter sind regelmäßig auf Patrouille, verhindern illegale Abholzungen und unterbinden unerlaubte Fischerei. So werden die sensiblen Mangrovenwälder langfristig gesichert und geschädigte Bereiche können sich erholen. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2025 auf der Umweltbildung. Durch die Unterstützung von Werner & Mertz konnten Schulbesuche, Workshops und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene deutlich ausgeweitet werden. Insgesamt wurden sieben Schulen direkt erreicht, an denen mindestens 249 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehrkräfte an Umweltbildungsangeboten teilnahmen. 

Im Rahmen von Unterrichtseinheiten zum Mangrovenschutz wurden Kinder und Jugendliche altersgerecht für die Bedeutung dieses einzigartigen Ökosystems sensibilisiert. Ergänzend fanden Mangroven-Exkursionen statt, an denen knapp 30 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte teilnahmen und die Mangroven vor Ort erleben konnten. 

Den krönenden Abschluss bildete das Artenschutz-Festival in Watamu im November unter dem Motto „Mangroves Matter Most“. Über 500 Menschen, darunter 232 Kinder und Jugendliche, kamen zusammen, um die Bedeutung der Mangroven zu feiern. Mit kreativen Projekten, Gedichten und Präsentationen zeigten sie eindrucksvoll, wie sehr ihnen der Schutz ihrer Küsten und ihrer Umwelt am Herzen liegt. 

Doch der Schutz der Mangroven wirkt weit über die Wälder hinaus: Sie sichern Küsten und Lebensgrundlagen und schützen zugleich Nistgebiete der Meeresschildkröten. 

Schutz der Bären: Prävention statt Eskalation

Ein kleines Bärenjunges, allein am Rand einer Schlucht entdeckt – ohne Mutter, ohne Schutz. Solche Situationen gehören leider auch 2025 zum Alltag im rumänischen Bärenschutz. Insgesamt elf Bärenjunge wurden im Laufe des Jahres von unserem Projektteam übernommen: verwaist, verletzt oder Opfer von Konflikten zwischen Mensch und Wildtier.

Neun dieser Jungbären konnten nach intensiver Versorgung an ein spezialisiertes Rehabilitationszentrum übergeben werden, wo sie nun auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Zwei Tiere mussten trotz aller Bemühungen erlöst werden – schwere, aber verantwortungsvolle Entscheidungen im Sinne des Tierwohls. 

Konflikte verhindern statt Tiere töten: Gleichzeitig zeigt die Arbeit vor Ort: Viele Konflikte lassen sich vermeiden. 2025 lag ein Schwerpunkt des Projekts auf Aufklärung und Prävention. Das Projekt war in insgesamt 13 Radio-, TV- und Onlinebeiträgen vertreten und erreichte damit ein breites Publikum auf regionaler und nationaler Ebene. Bei Vorträgen, Schulbesuchen und öffentlichen Veranstaltungen wurde erklärt, warum Bären in Siedlungen auftauchen – und was wirklich hilft: gesicherte Mülltonnen, keine Fütterung, funktionierende Schutzmaßnahmen. 

Ganz konkret konnten zwei großflächige Elektrozäune installiert werden, die Weidetiere schützen und neue Konflikte verhindern. Jeder vermiedene Riss bedeutet weniger Leid, weniger Eskalation – und bessere Chancen für ein Zusammenleben von Mensch und Bär.  

Auch die wissenschaftliche Arbeit des Projekts zeigte 2025 Wirkung. Bewegungsdaten besenderter Bären flossen in internationale Studien ein und lieferten eine wichtige Grundlage für Schutzmaßnahmen. So konnten beim Bau einer neuen Autobahn zwei 100 Meter breite Grünbrücken für Wildtiere verbindlich eingeplant werden – ein entscheidender Schritt, um Lebensräume zu erhalten und gefährliche Barrieren zu vermeiden. 

Schutz von Schuppentieren: Gemeinsam gegen den Wildtierhandel

2025 konnten durch den engagierten Einsatz der Kollegen in Vietnam 280 Wildtiere aus 22 Arten aus illegalem Handel, Fallen oder akuter Gefahr gerettet und versorgt werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Schutz der stark bedrohten Schuppentiere, die zu den am häufigsten gewilderten Säugetieren der Welt zählen. 

In den von der AGA unterstützten Rettungsstationen wurden die Tiere medizinisch versorgt, stabilisiert und auf ihre Rückkehr in die Natur vorbereitet. 95 % der aufgenommenen Tiere erholten sich vollständig, 188 Tiere konnten nach erfolgreicher Rehabilitation wieder ausgewildert werden. Ein starkes Zeichen für nachhaltigen Artenschutz: Fünf Schuppentiere kamen 2025 in menschlicher Obhut zur Welt – ein seltener Hoffnungsschimmer für diese bedrohte Art. 

Parallel dazu leisteten die Wildhüter einen enormen Beitrag zum Schutz der Lebensräume:
Mit 665 Rangern wurden über 24.500 Patrouillen durchgeführt. Dabei legten die Teams insgesamt mehr als 182.000 Kilometer zurück und entfernten über 7.000 illegale Fallen aus den Wäldern. Zusätzlich unterstützten sie 383 Fälle von Wildtierkriminalität, was unter anderem zur Festnahme von 172 Personen führte. 

Auch Umweltbildung spielte eine zentrale Rolle: In 12 Workshops mit über 1.700 Teilnehmenden sowie durch Informationsangebote für rund 16.000 Besucherinnen und Besucher wurden wichtige Naturschutzbotschaften vermittelt – ein entscheidender Schritt, um Wilderei langfristig zu verhindern. 

Diese Zahlen zeigen eindrücklich: Der Schutz von Schuppentieren und anderen bedrohten Arten wirkt dann am nachhaltigsten, wenn direkte Rettung, konsequente Schutzmaßnahmen und Bildungsarbeit Hand in Hand gehen.

Umweltbildung: Artenschutz beginnt mit Wissen

2025 war Umweltbildung ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Über das gesamte Jahr hinweg waren wir bei zahlreichen Veranstaltungen präsent, haben Ausstellungen verliehen, Schulen besucht und mit vielfältigen Bildungsangeboten Menschen aller Altersgruppen erreicht.  

Unsere Wanderausstellungen und Bildungsangebote waren 2025 monatelang im Umlauf. Die Ausstellung „Artenschutz und wir“ wurde mehrfach ausgeliehen, unter anderem an das Beschaffungsamt des Bundes in Bonn, und war zusätzlich auf Veranstaltungen, Aktionstagen und Messen zu sehen. Auch Infostände, Umweltfeste und Aktionstage – etwa zum Tag der Abfallvermeidung, bei Fairtrade-Aktionen, Umweltfestivals oder Stadtveranstaltungen – gehörten zum festen Bestandteil unserer Bildungsarbeit. 

Parallel dazu waren wir selbst aktiv unterwegs: mit Schulaktionen, Vorträgen, oder Workshops. 

Ein besonderer Höhepunkt war die Elefanten-Ausstellung an der Mittelschule Eichstätt-Schottenau, Deutschlands 1.000. Fairtrade-School. Über mehrere Wochen hinweg tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Elefanten ein und lernten, wie eng Konsum, Fairer Handel, globale Verantwortung und Artenschutz miteinander verbunden sind. 

Elefantenbaby Maktao aus einem von der AGA unterstützten Schutzprojekt begleitete symbolisch die Ausstellung und erzählte von seiner Herde, der Arbeit der Wildhüter und den Herausforderungen für Mensch und Tier. Die Rückmeldungen waren so positiv, dass die Schule bereits für 2026 erneut eine Ausstellung angefragt hat – ein starkes Zeichen dafür, wie nachhaltig Umweltbildung wirken kann, wenn sie emotional berührt und zum Nachdenken anregt. 

Unser Weg geht weiter

Unsere Bildungsarbeit zeigt Wirkung: Kinder, Jugendliche und Erwachsene verstehen besser, wie Naturschutz, Klimaschutz und nachhaltiger Konsum zusammenhängen. Mit den Wanderausstellungen, Schulprojekten und Bildungsprogrammen wollen wir auch 2026 wieder viele Menschen inspirieren und für den Schutz bedrohter Tierarten gewinnen.  

Unterstützung unserer Arbeit

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich für den Artenschutz einzusetzen und die AGA zu unterstützen. So nutzen unsere Förderer:innen die digitalen Kanäle kreativ, um Spenden zu sammeln: Eine unserer Unterstützerinnen hat zum Beispiel ihren Geburtstag genutzt, um Freund:innen und Familie zu motivieren, unsere Projekte zu fördern. Wir freuen uns über jede persönliche Spendenaktion, auch Sie können aktiv werden. Seit 2025 ist die AGA nun auch auf LinkedIn aktiv. Ein weiterer Schritt, um unsere Mission noch sichtbarer zu machen. Für mehr Einblicke in unsere Arbeit folgen Sie uns gerne auf Instagram- und Facebook. 

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