SCHUTZPROJEKT "KOALA"

Zersiedelung raubt Futterbäume und Lebensraum 

Die Australier lieben es, im Busch zu leben und so ziehen sie immer häufiger in die direkte Nachbarschaft ihrer heimischen Wildtiere, wie beispielsweise den Koalas. Diese enge Nachbarschaft wird den Koalas immer stärker zum Verhängnis, denn ihr Lebensraum wird immer weiter zersiedelt. Dadurch stehen sie immer wieder vor Hindernissen wie Straßen und Häusern oder sie werden von streunenden Hunden aufgespürt und angegriffen.

Koalas bald ausgestorben?

Im Frühjahr 2009 wurde eine Studie mit alarmierenden Ergebnissen veröffentlicht. Im Südosten von Brisbane, im australischen Bundesstaat Queensland, liegt die als „Koala Coast” bezeichnete Region. In dieser lebt eine der bedeutendsten Koala-Populationen von Australien, die bereits seit 1996 regelmäßig wissenschaftlich untersucht wird. Neuste Bestandzählungen belegen einen Verlust von geschätzten mehr als 2.300 Koalas in nur drei Jahren. 

Ein ähnlicher Verlust in den kommenden Jahren könnte das Aus der gesamten Koala-Population, die nun auf weniger als 2.300 Tiere geschrumpft ist, bedeuten. Ähnliche Verhältnisse müssen zudem auch für Koala-Populationen in anderen Regionen angenommen werden.

Der Südosten von Queensland gehört zu den Regionen mit dem größten Bevölkerungswachstum. Auch wenn in der Region bereits einige Schutzgebiete ausgewiesen wurden, so befindet sich der größte Teil des Koala-Lebensraums außerhalb geschützter Gebiete und auch im städtischen Randbereich, beispielsweise auf privaten Grundstücken. Mit großer Geschwindigkeit werden in dieser Region immer weitere Bereiche als Baugebiet ausgewiesen, in engster Nachbarschaft zu den Koalas.  

Koalas auf Wanderschaft

Neben der Ausweisung weiterer Schutzgebiete und der Renaturierung des Koala-Lebensraums müssen auch die Konfliktsituationen im städtischen Randbereich besser untersucht und Lösungsstrategien entwickelt werden. Die AGA unterstützt wissenschaftliche Untersuchungen zum Wanderverhalten der Koalas. 

Hierzu werden einzelne Koalas mit einem Telemetriesender ausgestattet, um ihre Wanderungen dokumentieren zu können. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Beuteltiere oft mehrere Kilometer entlang von Baumkorridoren wandern. Dieses Wanderverhalten sowie ihr regelmäßiger Wechsel von Schlaf- und Futterplätzen müssen wir besser kennen lernen, um die Tiere effektiv schützen zu können. Denn immer wieder kommt es auf ihren Wanderungen zu tödlichen Zusammenstößen der Beuteltiere mit Autos und angreifenden, frei laufenden Hunden. Neben dem Verlust ihres Lebensraums sind dies die größten Bedrohungsfaktoren für die bedrohten Beuteltiere 

Mit Baumpflanzaktionen auf gute Nachbarschaft 

Für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander von Koalas und Menschen in besiedelten Gebieten müssen Lösungen gefunden werden. Die AGA setzt sich dafür ein, dass der private und besiedelte Grundbesitz in Schutzkonzepte einbezogen wird, denn er dient den Koalas nicht nur als Lebensraum, sondern wird von ihnen auch als Wanderungsmöglichkeit zwischen Schutzgebieten genutzt. Durch verstärkte Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit sollen zudem Konfliktsituationen mit frei laufenden Hunden beigelegt werden. Denn oftmals können einfache Verhaltensweisen, wie beispielsweise das Anleinen von Hunden, Konflikte vermeiden und einen großen Beitrag zum Überleben der Koalas leisten.

Die AGA führt in der „Koala Coast“-Region Baumpflanzaktionen mit privaten Grundbesitzern, ehrenamtlichen Helfern und Schulklassen durch. Auf diese Weise wird der Lebensraum der Koalas aufgeforstet und Wanderkorridore angelegt. Außerdem erreichen wir bei dieser Gelegenheit die Bevölkerung und können sie über ihre tierischen Nachbarn aufklären und für ein angepasstes Miteinander werben. 

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Bereits mit 25 Euro können wir 15 Futterbäume zur Verfügung stellen, die von ehrenamtlichen Helfern gepflanzt werden.  Unser Geschenktipp: Für Ihre Spende ab 25 Euro erhalten Sie eine schöne Geschenkurkunde mit der Sie einem lieben Menschen eine Freude machen können. 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Bilder © FNPW