SCHUTZPROJEKT "WALE"

Gestrandet oder in Netzen gefangen – Wale brauchen Hilfe! 

Jedes Jahr wiederholen sich die Wanderungen der Wale an der Ostküste von Australien und mit jedem Jahr werden sie gefährlicher für diese sanften Meeresriesen.  

In den australischen Sommermonaten ziehen Buckelwale in die antarktischen Gewässer, in ihre Nahrungsgründe. Die australischen Wintermonate verbringen die Wale in den subtropischen Pazifikregionen vor der Küste von Queensland. Dort bringen sie ihren Nachwuchs zur Welt. In den vergangenen Jahren haben sich die Meldungen von gestrandeten Walen entlang der australischen Ostküste gehäuft. Hinzu kommen immer mehr Wale und auch Delfine, die sich in den zahlreichen Netzen der kommerziellen Fischerei verfangen und qualvoll verenden.  

Die Bestände der Buckelwale hatten sich in den letzten Jahrzehnten wieder etwas erholt, nachdem die Bestände durch den kommerziellen Walfang an den Rand der Ausrottung gebracht worden waren und 1963 ein Jagdverbot in Kraft trat. 

Doch heute stehen die Wale vor neuen Gefahren: sie landen als ungewollter Beifang in den Netzen der Fischereiindustrie und immer häufiger werden gestrandete Wale an der Küste gefunden. Nur mit schneller Hilfe können die Tiere gerettet werden. Nur wenn die Wale aus den Netzen befreit werden, bevor sie sich schwere Verletzungen, beispielsweise an den Flossen zuziehen, haben die charismatischen Meeressäuger eine Chance zu überleben. 

Dies gilt auch für gestrandete Wale, die es nur mit schneller Hilfe wieder zurück ins Meer schaffen. Unser Projektpartner in Australien, die Foundation for Nationalparks and Wildlife (FNPW), hatte uns eindringlich um Unterstützung gebeten, um Rettungsteams mit der dringend benötigten Ausrüstung versorgen zu können. Neben Booten, speziellen Messern und Schutzausrüstung für die Helfer gehören auch Telemetrie-Bojen zur Rettungsausrüstung, denn nicht immer sind die Umstände auf offener See geeignet, dass die Helfer die Wale aus den Netzen schneiden können. 

Ist beispielsweise das Wetter stürmisch und die Wellen zu hoch, dann kann eine Telemetrie-Boje am Netz befestigt werden, so dass der Wal schnell gefunden werden kann, sobald die See sich beruhigt hat. Ohne die Bojen können die Wale bisher nur schwer wiedergefunden werden, oft kommt dann jede Hilfe zu spät.

Mittlerweile konnten die Rettungsteams mit Unterstützung der  bestens ausgestattet werden, so dass dieses Projekt vorerst erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Projektverantwortlichen können aber natürlich auch in Zukunft auf die Unterstützung der AGA zählen. Bei Bedarf werden wir die Unterstützung dieses Projektes zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Wir möchten allen Spendern, auch im Namen unserer Partner vor Ort, unseren herzlichen Dank aussprechen!

Bild 1 © Wayne Reynold Bild 2 © Lassi Kurkijärvi Bild 3 © Inger Vandyke Bild 4, 5 © FNPW