SCHUTZPROJEKT „ZWERGPINGUIN“

Zwergpinguine sind als einzige Pinguin-Art auf dem australischen Kontinent beheimatet. Doch die Zahl der Pinguine in Australien ist in den letzten Jahren besorgniserregend zurückgegangen. 

Sie leben entlang der Südküste, von Perth in Westaustralien bis Port Stephens in Neusüdwales. Weitere Kolonien befinden sich in Südaustralien (z.B. Adelaide), Viktoria und der Insel Tasmanien. Einige Kolonien sind auch nahe den Metropolen Sydney (Neusüdwales) und Melbourne (Viktoria) zu Hause.

Insbesondere die menschliche Nachbarschaft bedroht viele Pinguin-Kolonien. Dabei hat jede Kolonie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen:

  • Verlust von Brutplätzen durch die Ausbreitung der bebauten Flächen an der Küste. 
  • Streunende Hunde, Katzen und Füchse, die Jagd auf die Pinguine machen und sie töten oder verscheuchen. 
  • Lärm und Licht am Strand verhindern, dass die Elterntiere zu ihren Höhlen zurück kehren. Die in den Höhlen aufgezogenen Jungtiere bleiben dann ohne Obhut zurück. 
  • Häfen bilden mit ihren Bootsanlegern und Booten unnatürliche Barrieren für die Pinguine auf ihrem Weg zwischen Ozean und Küste, zudem können Schiffsschrauben die Tiere verletzen. 
  • Verschmutzungen durch Öl und anderen Unrat verdrecken das Wasser und zerstören die Seegrasbetten, in denen die Zwergpinguine ihre Nahrung wie Krill, Tintenfische, Sardinen oder Sardellen fangen. 
  • Plastikabfälle gefährden die Seevögel ebenso wie auch Angelschnüre und Haken. Die Tiere verheddern sich in den Leinen, sie verletzen sich an Flossen und Füße oder ersticken, wenn sie nicht mehr an die Oberfläche gelangen können.

Maßnahmen zum Schutz der Zwergpinguine

Wie die Bedrohungen, so variieren auch die Schutzmaßnahmen für die einzelnen Kolonien der Zwergpinguine. Insbesondere in besiedelten Bereichen kommt der Aufklärung der Bevölkerung und Touristen eine große Bedeutung zu. 

Bereits kleine Maßnahmen, wie das Anleinen von Hunden sowie die Einhaltung von Ruhezeiten und Schutzbereichen, können große Wirkung haben. Wichtig sind auch die weitere Überwachung und wissenschaftliche Untersuchungen der verbliebenen Pinguinbestände, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die jeweiligen Gründe für den Rückgang der Zwergpinguine zu erforschen. 

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So werden beispielsweise Pinguine mit Sendern ausgestattet, um ihr Verbreitungsgebiet zu bestimmen und Bedrohungsfaktoren zu identifizieren. So können dann bestimmte Bereiche als Schutzgebiet ausgewiesen werden. Außerdem werden Nisthilfen für die Tiere gebaut und angebracht, denn natürliche Nistplätze sind immer schwerer zu finden. 

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Bild 1© FNPW
Bild 2© Martin Kuhn
Bild 3© FNPW
Bild 4©
Annelise Wiebkin / FNPW

Verbreitungsgebiet der Zwergpinguine