SCHUTZPROJEKT "KÄNGURU"

Kleines Felskänguru in großer Not

Das kleine, sehr behände Bürstenschwanz-Felskänguru war einst weit verbreitet in den bergigen Regionen im Südosten Australiens. Erschreckend schnell hat es das kleine Felskänguru auf die Liste der bedrohten Arten von Australien gebracht, in drei Bundesstaaten gilt es bereits als vom Aussterben bedroht. Nicht nur die Bestandszahlen dieser niedlichen Kängurus sinken, auch ihr Verbreitungsgebiet schrumpft stetig.

Das australische Bürstenschwanz-Felskänguru  

Die Beuteltiere Australiens sind eine faszinierende und besondere Tiergruppe und gerade die Kängurus sind bekannte Symboltiere des Kontinents auf der anderen Seite der Erde . Innerhalb der Kängurus umfasst die Gruppe Wallaby mehrere kleinere Känguruarten, zu der auch die Felskängurus gehören. Unter den Felskängurus zählt das Bürstenschwanz-Felskänguru (Petrogale penicillata) mit einem Körpergewicht von etwa 6-8 kg zu den größeren Känguruarten. Der Schwanz ist lang und besonders buschig, wodurch das kleine Wallaby auch seinen Namen bekommen hat. Dieses Känguru lebt in kleinen Familiengruppen und ernährt sich vornehmlich von Gras oder auch von Samen und Früchten.

Mehr als 700 Tier- und Pflanzenarten in Australien vom Aussterben bedroht

Australien gehört zu den Ländern mit einer der höchsten Aussterberaten in den letzten zwei Jahrhunderten. Aktuell sind in Australien mehr als 700 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Die meisten der Arten kommen nur in Australien vor und wären unwiederbringlich verloren. Dieses Schicksal droht auch dem scheuen Bürstenschwanz-Felskänguru, das ausschließlich in Australien beheimatet ist. Optimistische Schätzungen gehen von gerade noch etwa 20.000 Tieren in freier Wildbahn aus, verteilt auf viele zerstreute und voneinander getrennte kleine Populationen. 

Noch sind nicht alle Bedrohungsfaktoren wissenschaftlich untersucht, aber erste Ergebnisse belegen, dass vor allem der Verlust ihres Lebensraumes eine große Bedrohung für das Bürstenschwanz-Felskänguru darstellt. Der verbliebene Lebensraum wird immer weiter zerstückelt und die Kängurupopulationen werden immer kleiner und isolierter. Die Kängurumännchen können kaum noch zwischen einzelnen Familiengruppen wandern und der genetische Austausch wird stark begrenzt. Einige Populationen umfassen nicht mal mehr 20 Tiere und sind damit auch besonders anfällig gegenüber Umwelteinflüssen und Naturkatastrophen wie beispielsweise Waldbränden. 

Auch der Straßenverkehr kostet viele Felskängurus das Leben oder sie fallen Füchsen und Hunden zum Opfer. Diese, von den Europäern nach Australien eingeführten nicht heimischen Arten, so genannte Invasivarten, sind in besonderem Maße eine Bedrohung für die australische Tier- und Pflanzenwelt. Dies gilt aber nicht nur für Fressfeinde, wie Füchse und Hunde, sondern auch für Nahrungskonkurrenten, wie beispielsweise Ziegen, die bis in den felsigen Lebensraum des Bürstenschwanz-Kängurus vorgedrungen sind und ihnen die ohnehin schon knappe Nahrung streitig machen.

Ausweisung weiterer Schutzgebiete notwendig

Erste Maßnahmen zum Schutz des Bürstenschwanz-Felskängurus, beispielsweise durch eingezäunte Weidehaltung der Ziegen, wurden bereits ergriffen. Das Verbreitungsgebiet der Tiere wurde kartiert und der Einfluss der Bedrohungsfaktoren wird wissenschaftlich untersucht. Als besonders dringend hat sich aber der Schutz des Lebensraumes erwiesen, insbesondere müssen zerstückelte Gebiete wieder verbunden werden, um so einen Austausch zwischen den einzelnen Familiengruppen und somit eine überlebensfähige Population zu ermöglichen. 

Die AGA setzt sich für den Aufbau des „Australian Wildlife Corridors“ ein, einem so genannten grünen Korridor, der verschiedene Schutzgebiete verbinden soll und sich von den Australischen Alpen bis zum Atherton Hochland in Queensland erstreckt. Um bereits bestehende Schutzgebiete zu diesem wichtigen Korridor zusammenzufügen, müssen jetzt dringend weitere Gebiete unter Schutz gestellt werden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Helfen Sie uns, vereinzelte Populationen wieder zusammenzuführen und das Überleben der seltenen Bürstenschwanz-Felskängurus zu sichern. Noch ist es möglich, aber die Zeit drängt.

Deshalb helfen Sie uns bitte jetzt mit Ihrer Spende, weiteren Lebensraum des bedrohten Bürstenschwanz-Felskängurus, als Schutzgebiet ausweisen zu lassen und in den überlebenswichtigen „Australian Wildlife Corridor“ zu integrieren.





Bilder 1, 2,

© Sean Leathers

Bilder 3, 4

© David O Toole