I WORRY - SAG NEIN ZU ELFENBEIN

Im Jahre 1989 stimmten die Vertragsstaaten von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora / Washingtoner Artenschutzübereinkommen) einem weltweiten Bann des Elfenbeinhandels zu. Die Anzahl der Wilderei und die Schwarzmarktpreise für Elfenbeinhandel sanken drastisch. Es schien, als ob CITES den Afrikanischen Elefanten gerettet hätte. Da die Nachfrage nach Elfenbein sank, wurde der Schutzstatus der Elefanten im Jahr 1997 auf „weniger gefährdet“ herab gesetzt.

Im Jahr 2002 erhielten Botswana, Namibia und Simbabwe die Erlaubnis, 60 Tonnen Elfenbein unter bestimmten Auflagen zu exportieren. Dies resultierte in dem Export von 108 Tonnen Elfenbein an Japan und China im Jahr 2008. Es wurde von Vielen vorhergesagt, dass durch den Verkauf des Elfenbeins, die Nachfrage danach ansteigen würde, besonders in der immer größer werdenden chinesischen Mitteklasse. Das Ausmaß der Wilderei war seit 1989 nie so hoch wie jetzt – die Vorhersagen sind leider eingetroffen.

Es ist offiziell, dass das Ausmaß der Wilderei und des illegalem Handels erneut außer Kontrolle geraten ist. Der Zusammenhang zwischen Elfenbeinhandel und dem illegalen Töten von Elefanten ist deutlich sichtbar. Wenn keine Aktionen unternommen werden, könnten die Afrikanischen Elefanten innerhalb unserer Lebenszeit aussterben.

Wenn Sie sich die Welt nicht ohne Elefanten vorstellen können, dann unterstützen Sie bitte unsere Arbeit zum Schutz der Elefanten. Sagen auch Sie "Nein" zu Elfenbein und informieren Sie sich über die "I Worry"-Kampagne unserer Partnerorganisation DSWT an. Im Vorfeld der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz, die vom 03. - 14. März 2013 in Thailand stattfand, konnte der DSWT bereits 44.300 gesammelte Unterschriften an das CITES Sekretariat übergeben, um ein Zeichen gegen eine Legalisierung des Elfenbeinhandels zu setzen.

Internationaler Marsch für Elefanten

Tausende Menschen vereinen sich weltweit zum Internationalen Marsch für Elefante - von Wellington über Arusha, München, Los Angeles bis Toronto fordern Artenschützer internationale Anstrengungen gegen die ausufernde Wilderei von Elefanten

Am Freitag, dem 04. Oktober 2013, haben sich Tausende Menschen in 15 Städten auf der ganzen Welt zu einem Marsch in Solidarität mit den Elefanten zusammengefunden, so auch in München. Mit dieser bislang einmaligen Aktion wurde auf die dramatisch angestiegene Bedrohung für das Überleben der Elefanten in Afrika aufmerksam gemacht.

Der Marsch ist Teil der internationalen „iWorry”-Kampagne des DSWT und wurde auch von der AGA unterstützt. Es war noch nie so dringend wie jetzt, das Abschlachten der Elefanten für ihr Elfenbein zu stoppen. 

In München trotzten weit mehr als 150 Menschen dem Regenwetter und versammelten sich zum Internationalen Marsch für Elefanten. Der Marsch startete auf dem Münchner Marienplatz und führte bis zur Staatskanzlei. In 14 weiteren Städten weltweit, darunter Bangkok, Buenos Aires, Kapstadt, London, Melbourne und New York forderten Tausende besorgte Elefantenfreunde verstärkte internationale Anstrengungen.

Ohne die internationale Zusammenarbeit auf politischer Ebene und effektiven Vollzugsmaßnahmen gegen Verstöße im Artenschutz, ist das Überleben dieser charismatischen Tierart nicht gesichert. In nur 10 Jahren könnten die Elefanten in Afrika ausgestorben sein, wenn der illegale Handel mit Elfenbein und damit die Wilderei der Elefanten, nicht wirksam bekämpft wird.

Weitere Informationen zur "I Worry" - Kampagne und den internationalen Elefantenmärschen  finden Sie auch auf der Kampagnenseite des DSWT unter: www.iworry.org


Kundgebung am Marienplatz in München
Kundgebung am Marienplatz in München
Marsch für Elefanten in München
Marsch für Elefanten in München

Bilder1, 2 © DSWT

Bilder 3-6 © AGA/Matthias Braun