SCHUTZPROJEKT "HELMKASUARE"

Helmkasuare brauchen Schutz

Der Helmkasuar (Casuarius casuarius) zählt zu den eindrucksvollsten Tieren Australiens, aber er wird immer seltener. Sein Lebensraum schwindet und wird durch Straßen und Siedlungen zerschnitten. Nach dem Zyklon Yasi, der Anfang Februar 2011 die Nordostküste Australiens schwer verwüstete, hat sich die Situation für den zweitgrößten Vogel dieses Kontinents dramatisch verschlechtert. Zu den durch den Zyklon am heftigsten betroffenen Gebieten gehört der Ort Mission Beach, der zwischen Cairns und Townsville liegt. Dort hat der Zyklon auch den Regenwald und damit den Lebensraum der dortigen Helmkasuare zerstört.

Der Helmkasuar ist der zweitgrößte australische Laufvogel und lebt in den Regenwäldern von Queensland im Norden Australiens. Sie sind hauptsächlich Früchtefresser und ernähren sich von bis zu 240 verschiedenen Pflanzenarten. Siebzig bis hundert von diesen Pflanzen sind abhängig von der Samenverbreitung durch den Kasuar. Daher spielen die Vögel eine wichtige Rolle im Ökosystem des australischen Regenwaldes.

Aktuelle Schätzungen gehen von weniger als 1.000 Helmkasuaren aus, die in den Regenwälder von Australien leben. Die größte Bedrohung der Laufvögel geht vom Verlust ihres Lebensraumes aus. Die Siedlungsgebiete in unmittelbarer Nähe zum Verbreitungsgebiet der Helmkasuare wachsen stetig. Diese enge Nachbarschaft wird den Vögeln immer stärker zum Verhängnis, denn ihr Lebensraum, der Regenwald, schwindet und wird immer weiter zersiedelt. Dadurch stehen sie immer häufiger vor Hindernissen wie Straßen, auf denen viele Helmkasuare zu Tode kommen. Bei Nahrungsknappheit oder auch angelockt durch Handfütterung verlassen viele der Vögel ihren schützenden Wald und begeben sich in die Siedlungsgebiete. Dort droht ihnen nicht nur Gefahr im Straßenverkehr, auch freilaufende Hunde greifen die Tiere an und verletzen sie oft tödlich.

Naturkatastrophen tragen zusätzlich zur Bedrohung der Helmkasuare bei. In den Gewässern rund um Australien bilden sich immer wieder tropische Wirbelstürme, sogenannte Zyklone. Im Februar 2011 verwüstete der Zyklon Yasi die Nordostküste Australiens und zerstörte dabei auch den Regenwald der bedrohten Helmkasuare. Der Wegfall ihrer natürlichen Futterquellen führte immer mehr Kasuare auf der Suche nach Futter in die Siedlungen. Die Anzahl der Todesfälle im Straßenverkehr und durch Angriffe von Hunden ist nach Zyklon Yasi dramatisch angestiegen.

In Zusammenarbeit mit ihrer australischen Partnerorganisation FNPW setzt sich die AGA zum Schutz der Helmkasuare nach Zyklon Yasi in der am stärksten betroffenen Region rund um die Stadt Mission Beach ein. Als Nothilfe wurden im Regenwald Futterstationen aufgestellt, um die Kasuare in ihrem natürlichen Lebensraum zu halten. Diese erfolgreiche Maßnahme konnte nach mehreren Monaten reduziert werden, da sich der Regenwald teilweise wieder erholt hat. Desweiteren werden von der AGA Baumpflanzaktionen unterstützt, um zerstörte Regenwaldgebiete wieder aufzuforsten.

Im Februar 2013 wurden beispielsweise in der Region um Bingil Bay im australischen Queensland mit tatkräftiger Unterstützung von etwa 40 freiwilligen Helfern 500 Bäume gepflanzt. Mit dieser Baumpflanzaktion wurde ein wichtiger Bereich des Lebensraums der Helmkasuare wieder aufgeforstet. Das Gebiet, in dem die Bäume gepflanzt wurden, dient den bedrohten Regenwaldvögeln nicht nur als Revier, sondern auch als Korridor, der verschiedene Abschnitte ihres Lebensraumes verbindet. Mit der Baumpflanzaktion und der Einbindung der lokalen Bevölkerung konnte vor Ort auch auf das Schicksal und Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Helmkasuare, wie verstärkte Rücksicht im Straßenverkehr und das Anleinen von Hunden, aufmerksam gemacht werden.

In 2015 wurden drei Helmkasuarküken verwaist bzw. verletzt aufgefunden. Zwei der Küken waren entlang einer Straße in Mission Beach aufgefunden worden. Es wird angenommen, dass das Vatertier, das bei den Helmkasuaren die Aufzucht der Jungen übernimmt, bei einer Hundeattacke getötet wurde. Das dritte Küken wurde im Alter von etwa einem Monat aufgefunden. Es war von einem Auto angefahren worden und konnte nicht laufen. Mittlerweile sind die Verletzungen gut verheilt und der kleine Vogel kann wieder laufen. Alle drei Helmkasuare haben sich prächtig entwickelt und zeigen das typische Verhalten wildlebender Kasuare. Die AGA unterstützt das Garners Beach Cassowary Rehabilitation Recovery Centre in Australien bei der Aufzucht der drei Kasuare.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für die bedrohten Helmkasuare in der Region um Mission Beach mit einer Spende und helfen Sie uns, den Lebensraum der Helmkasuare auf gerodeten Flächen wieder aufzuforsten und einzelne Gebiete mit sogenannten grünen Korridoren zu verbinden. 

Für Ihre Spende ab 25 Euro senden wir Ihnen gerne unsere Helmkasuar-Geschenkurkunde zu.

Bilder 1-5 © Liz Gallie

Bild 6 © John Howell

Bild 7 © Sumena Keshow