AUFZUCHT DER ELEFANTENWAISEN

Die Jagd nach dem "Weißen Gold" erreichte in den 70er und 80er Jahren ihren Höhepunkt und einen traurigen Rekord. Bis zu 300 Elefanten fielen in dieser Zeit täglich den Wilderern zum Opfer, bis der Elfenbeinhandel Ende der 80er Jahre verboten wurde.

Trotzdem werden Afrikanische Elefanten noch immer illegal gejagt und in den vergangenen Jahren hat die Wilderei wieder dramatisch zugenommen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in 2013 weit mehr als 35.000 Elefanten gewildert wurden. Damit stirbt rein rechnerisch alle 15 Minuten ein Elefant durch Wilderer!

Übrig bleiben oft die Jungtiere, welche durch den Tod der Mutter und den Verlust der Herde in kürzester Zeit verhungern oder die Beute von Raubtieren werden, wenn sie nicht rechtzeitig von Wildhütern gefunden und in das von der AGA unterstützte Elefantenwaisenhaus des DSWT gebracht werden.

Im Elefantenwaisenhaus werden nicht nur verwaiste und verletzte Elefanten versorgt, sondern auch weitere Tiere, wie beispielsweise verwaiste Giraffen, Strauße, Zebras und Nashörner. Alle Tierkinder werden so lange gepflegt, bis sie wieder ausgewildert werden können.

Arbeit in der Aufzuchtstation

Das von der AGA unterstützte Elefantenwaisenhaus ist meist die letzte Überlebenschance der Elefantenbabies. Meist kommen sie durch den Verlust ihrer Familie traumatisiert und in schlechter körperlicher Verfassung im Elefantenwaisenhaus in Nairobi an. Hier bekommen die Tiere eine Betreuung durch mehrere Pfleger rund um die Uhr.

Sie bleiben dort bis sie ungefähr 2-3 Jahre alt sind und werden anschließend in den Tsavo East Nationalpark und die dortigen Auswilderungsstationen Voi, Ithumba oder Umani Springs umgesiedelt. 

Im Mai 2016 sind beispielsweise die zwei Elefantenwaisen Alamaya und Mwashoti in die Auswilderungsstation nach Umani Springs umgezogen. Hier sehen Sie ein Video ihres Umzugs und ihrer ersten Tage im neuen zu Hause.

In den Auswilderungsstationen erlernen die Jungelefanten durch das Zusammentreffen mit wildlebenden Elefanten und älteren, bereits ausgewilderten ehemaligen Elefantenwaisen nach und nach das Leben in freier Wildbahn kennen.

Es vergehen wiederum einige Jahre bis sich die Elefanten in eine wildlebende Herde eingegliedert haben, weshalb auch hier ständige Betreuung erforderlich ist.

Für die Aufzucht der verwaisten Elefantenjungen, sind wir dringend auf Unterstützung angewiesen. Bitte übernehmen Sie eine Patenschaft für einen Elefantenwaisen. Die kleinen Rüsselträger sind dringend auf unsere Hilfe angewiesen.

Dieser Filmbeitrag zeigt Impressionen aus dem Elefantenwaisenhaus in Nairobi:

 

Nachwuchs bei den ausgewilderten Elefantenwaisen

Besonders erfreulich sind die Meldungen über Geburten von Elefantenjungen, deren Mütter ehemalige Elefantenwaisen sind, die erfolgreich wieder ausgewildert wurden. Wir freuen uns sehr über solche Nachrichten, die zeigen, wie gut sich die ehemaligen Elefantenwaisen in das Leben in der Wildnis integriert haben. Und jedes neue Elefantenbaby gibt natürlich Hoffnung für das Überleben dieser charismatischen Dickhäuter. Ende 2015 sowie Anfang 2016 haben gleich drei ehemalige Waisen Nachwuchs bekommen: Wendi, Sweet Sally und Icholta. 

Ein schönes Beispiel ist die Geschichte von Wendi: Im September 2002 kam das Elefantenmädchen „Wendi“, nur wenige Tage alt,  in das von der AGA unterstützte Elefanten-Waisenhaus in Kenia. Die Mutter des kleinen Elefantenmädchens war von Wilderern getötet worden, die hinter ihren Stoßzähnen her waren. Mit viel Geduld und Hingabe wurde der kleine, verwaiste Elefant von Hand aufgezogen.

Im Oktober 2015 hat Wendi nun selber Nachwuchs bekommen. Wendi, die erfolgreich im Tsavo-East Nationalpark ausgewildert wurde, verbindet mit ihrem Kalb die Gruppe der ausgewilderten Elefantenwaisen mit den wildlebenden Elefanten.

Hier sehen Sie ein Video von Wendi und ihrem Baby bei ihrem Besuch der Ithumba Auswilderungsstation.

Bilder 1-3, 6 © DSWT

Bilder 4,5, 7-14 © AGA/Birgit Braun